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  • AutorenbildMoni & Manfred

Alberta

Aktualisiert: 22. Okt. 2023

11.05.2023 bis 31.05.2023


Alberta ist eine Provinz im Westen von Kanada auf die wir uns besonders freuten, mit seinen Nationalparks und dem riesigen Columbia Icefield. Die Hauptstadt von Alberta ist Edmonton. Alberta grenzt im Norden an die Nordwest-Territorien, im Osten an Saskatchewan, im Westen an British Columbia und im Süden an den US-Bundesstaat Montana. Die Nord - Südverbindung beträgt ca. 1200 km und in der größten Breite ca. 640 km. Der Mount Columbia mit 3747 Meter in den Rocky Mountains ist der höchste Berg in Alberta.


Am Donnerstag morgen stellte ich erschrocken fest, dass unser Campingplatz im Waterton Lakes Nationalpark bereits ab Freitag gebucht ist und wir noch ca. 600 km davon entfernt sind. So ab und an sollte man doch darauf achten, welcher Tag bzw. welches Datum ist. So wurde der 11. Mai, nachdem wir uns von Julia, Steffen und Jakob verabschiedeten, ein reiner Fahr- und Versorgungstag. An einem Stausee, ca. 100 km vor dem Nationalpark fanden wir einen Stellplatz zum Übernachten.


St. Mary Reservoir

Cardston an der 505

Fahrstrecke: 501 km



Am nächsten Tag waren es nur noch wenige Kilometer bis wir unseren ersten Nationalpark in Alberta bei sonnigem Wetter erreichten. Die Berge der Rocky Mountains immer vor der Nase ging es gegen Mittag los. Ab 14 Uhr sind die Campingplätze für den CheckIn bereit.


Der Waterton Lakes Nationalpark wird in unserem Reiseführer als weniger bekannt bei den Besuchern von außerhalb beschrieben und ist dadurch nicht so überfüllt wie z.B. Banff. Das war dann auch so, obwohl Wochenende, gab es noch einige freie Stellplätze und auch Waterton selbst war nicht so stark besucht. Das Visitor Center beherbergt eine gute informative Ausstellung über die Tier- und Pflanzenwelt.

Auf dem Weg zum Campingplatz begegneten wir Dickhornschafe, die sich nicht aus der Ruhe bringen ließen von Autos oder Menschen. Auf dem Platz selbst gab es sehr viele Erdhörnchen, niedlich denen zuzuschauen, wenn sie sich aufrichten und aufmerksam ihre Umgebung betrachten. Oberstes Gebot, nicht füttern und kein Essen unbeaufsichtigt herumstehen lassen. Der Waterton Lake mit seinen Bergen ist so schön.


Townsite Campground


am Waterton Lake im

Waterton Lakes Nationalpark


Fahrstrecke: 91 km





Am nächsten Tag kombinierten wir drei kurze Wege zu einem längeren Trail. Zuerst ging es hoch zum Prince of Wales Hotel. Das Hotel verbindet Schweizer Architektur mit der Atmosphäre eines schottischen Schlosses und hat einen sehr guten Blick auf Upper Waterton Lake. Die günstigsten Zimmer beginnen bei 185,00 Euro pro Nacht. Leider konnten wir das letzte Stück am See entlang nicht gehen, da uns ein Schneebrett den Weg versperrte.

Danach ging es einmal um den Linnet Lake herum, wo uns auch ein Kojote begegnete. Nach einem Stück der Straße entlang ging rechts der Bears Hump Trail weg. Auf dem Weg nach oben gibt es viele gute Sitz- und Ausblickmöglichkeiten. Oben angekommen, einfach nur wahnsinnig schön.



Am nächsten Tag telefonierten wir mal wieder mit Freunden aus Deutschland und so machten wir am Nachmittag nur einen kleinen Spaziergang zu den Cameron Falls. Nach dem Reiseführer ist er bekannt, weil hier die ältesten freilegenden Felsen in den kanadischen Rockies zu finden sind. An der Seite kann man hoch laufen.


Im Ort gibt es eine kleine Eisdiele die viele verschiedenen Sorten selbst herstellt, sehr lecker🍨😋.






Am Montag den 15. Mai war unser nächster Treffpunkt der Banff Nationalpark. Da gab es auf dem Campground Tunnel Mountain Village I ein Wiedersehen mit Julia, Steffen und Jakob. Wir hatten für 4 Nächte einen Stellplatz inklusive Feuerlizenz. Hier gab es für mich das erste Mal Stockbrot und Marshmallows.

Der Nationalpark Banff ist einer meiner Wunschziele für Kanada gewesen.


Ein bisschen Wikipedia Wissen: Er wurde 1885 gegründet und war der erste Nationalpark in Kanada, der zweite in Nordamerika und der dritte weltweit ausgewiesen Nationalpark. Banff hat eine Fläche von 6641 Quadratkilometer und gehört damit zu den größeren Nationalparks in den kanadischen Rocky Mountains. Jährlich besuchen ca. 4,12 Millionen Menschen den Park. Der meisten Besucher kommen in den sommerlichen Ferienzeiten und verteilen sich auf wenige Punkte im Park.


Zu den touristischen Schwerpunkten (die auch wir besuchten) gehört Banff mit etwa 6000 Einwohner auf 1384 Metern Höhe. Bei einer Wanderung sahen wir das Banff Springs Hotel, ein Luxushotel das einem schottischen Schloss nachempfunden wurde. Zimmer gibt es hier ab 800,00 Euro die Nacht. Wir besuchten die Hoodoos, fuhren mit dem Shuttle zum Lake Louise und wanderten durch den Johnston Canyon.


Am Anfahrtstag war alles sonnig und klar, danach war der Aufenthalt leider etwas eingeschränkt, wegen der Rauchentwicklung durch die vielen kanadischen Waldbrände. Die Luft war nicht klar und so sah man die Berge, wenn man sie sah, durch einen milchigen gelblichen Schleier. Das war etwas schade, weil es dadurch auch immer leicht nach Feuer roch. Und trotzdem hat es uns sehr gut gefallen.


Tunnel Mountain Village I Campground,

ca. 5 km von Banff entfernt,


Fahrstrecke: 387 km
















Die „Hoodoos“ sind Felsformationen, die in Jahrtausenden auf natürliche Weise durch Erosion von Wasser und Wind entstanden sind. Wenn das außenliegende weiche Gestein weg ist, verbleibt ein harter Kern, die Hoodoos. Man muss auf dem ersten Bild schon etwas genauer schauen um sie zu entdecken. Dieser Trail verläuft größtenteils am Ufer des Bow Rivers entlang. Man überwindet dabei ein paar Höhenmeter. In Banff angekommen gönnten wir uns erstmal Kaffee und Appelpie. Der Bus brachte uns im Anschluss zurück zum Campingplatz Tunnel Mountain Village II, der in der Nachbarschaft liegt, weil da es noch nicht alle Haltestellen angefahren wurden. Die Saison hat noch nicht begonnen.



Der Johnston Canyon & the Inkpots gehören zu den Wanderungen (zumindest bis zu den beiden Wasserfällen), welche die meisten Besucher (neben dem Lake Louise) hat. Aber es ist auch super schön dort.

Die Lower Falls erreicht man nach 1,2 km mit einem Höhenunterschied von 50 Metern, nach weiteren 1,3 km gelangt man zu den Upper Falls mit 120 Metern Höhenunterschied. Die fünf unberührte aquamarinfarbene Teiche mit dem Namen Inka Pots erreicht man am Ende der zum Teil anstrengenden Wanderung.

Normalerweise kann man den Start dieser Wanderung mit der Roam Route 9 erreichen, aber eben nur in der Hauptsaison. Wir fuhren mit den Fahrzeugen den Startpunkt (Parkplatz gegenüber dem Johnston Campground) an.



Von Banff aus geht die Linie 8X in 60 Minuten direkt zum Lake Louise.

Lake Louise ist ein Gletschersee im Banff Nationalpark. Er hat eine Länge von 2 km und ist max. 0,5 km breit. Das türkisfarbene Wasser entsteht durch Gesteinsmehl, das vom Schmelzwasser der Gletscher, in den See gelangt.

Fairmonts Château Lake Louises liegt am Ostufer von Lake Louise. Es wurde in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts von der Canadian Pacific Railway gebaut und ist jetzt eines der Luxusresorthotels mit 539 Zimmern bzw. Suiten. Als wir abends zurück kamen, grasten wieder Wapitis an unserem Platz.



Raus aus dem einem Highlight, rein in das nächste Highlight. Der Icefields Parkway, auch die Promenade des Glaciers genannt, schlängelt sich 230 km lang durch die Wildnis der kanadischen Rocky Mountains. Es ist beeindruckend diese Straße zu fahren. Was wir sehr zu schätzen wussten, war das Wetter, dass uns bei diesem Abschnitt begleitete und vor allem dass der Rauchnebel verschwand und damit eine klare Sicht freigab.

Der Icefields Parkway verläuft ab der Kreuzung Trans Canada Highway 1, auf den Highway 93, bis nach Jasper.


Wir fuhren am Freitag in Banff sehr zeitig los. Der Wohnmobilstellplatz am Icefield ist nicht reservierbar und es war für die Kanadier ein langes Wochenende. Wir wurden mehrfach angesprochen, dass es dann überall sehr voll wird. Frei stehen im Nationalpark ist nicht erlaubt und so wollten wir nicht erst am Abend angekommen. Hat sich dann als nicht notwendig herausgestellt, aber war auch schön nach der Ankunft noch etwas vom Tag zu haben. Auf dem Weg zum Columbia Icefield gab es so viel schöne Landschaft zu sehen. Unser erster Stopp war der Crowfoot Gletscher. Vom Parkplatz aus sind es nur wenige Meter zum Bow Lake, von dort aus hat man einen fantastischen Blick. Am Peyto Lake hatten wir das Glück vor den Reisebussen dort zu sein, so dass wir für wenige Minuten den Aussichtspunkt fast für uns alleine hatten. Der Peyto Lake ist ein Bergsee der mit 1880 m über dem Meeresspiegel liegt. Er ist 2,8 km lang und 650 m breit. Der See wird von Gletschern gespeist und hat seine auffällige Farbe durch feine Gesteinspartikel (Steinmehl oder Gletschermehl), welches mit dem Schmelzwasser in den See gelangt. Es ist übrigens DAS BILD, wenn man Bildbände über Kanada anschaut.



Am Columbia Icefield (ein ausgedehntes Eisfeld in den kanadischen Rocky Mountains) haben wir einen Stellplatz für die nächsten zwei Tage bekommen. Einer unserer schönsten Stellplätze, mit freier Sicht auf den Gletscher.

Das Columbia Icefield ist eine der größten Ansammlungen von Eis südlich des Polarkreises. Seine Fläche beträgt 325 Quadratkilometer, die Dicke 100 bis 365 Meter und die jährliche Schneefallmenge bis zu sieben Meter. Auf unserem Weg vom Stellplatz zum Gletscher gab es Schilder mit Jahreszahlen, welche die Punkte markierten wann der Gletscher wie weit ins Land reichte. In der Umgebung befinden sich einige der höchsten Berge in den kanadischen Rocky Mountains, wie z.B. der Mount Athabasca mit 3491 m oder der (für mich) beeindruckende Snow Dome mit seiner Gletscherhaube mit 3456 m. Am Wohnmobilstellplatz befindet sich das Columbia Icefield Centre, ein Touristenzentrum von dem aus man mit speziellen Bussen auf den Athabsca Glescher fahren kann, eine Ausstellung, Restaurant etc.

Wir entschieden uns, per Fuß an den Gletscher zu gehen.



Am Sonntag Vormittag brachen wir auf um zum Jasper Nationalpark zu fahren, der ca. 100 km vom Columbia Icefield entfernt liegt. Auf dem Weg dorthin hab es einiges zu entdecken. So fuhren wir am Columbia Skywalk vorbei (auch das konnte man im Touristenzentrum buchen), wir machten einen Stopp bei den Tangle Creek Falls. Ein mehrstufiger Wasserfall mit einer Höhe von 48 Metern.


An den Sunwapta Falls machten wir eine länger Pause um zu den Lower Falls zu kommen. Er ist insgesamt 18 Meter hoch und ca. 9 Meter breit.

Der letzte Halt auf dem Weg zum Whistler Campground im Jasper Nationalpark waren die Athabasca Falls. Sie sind 23 Meter hoch und sind wegen ihrer Kraft, mit der das Wasser über den zweigeteilten Fall fließt, bekannt.



Nachdem unser erster Campingplatz Wabasso wegen technischer Probleme im Jasper storniert wurde, konnten wir auf den Campingplatz Whistlers umbuchen den wir nach 143 km erreichten.

Der Platz ist, wie in Banff auch, in die Natur integriert und so grasen um einem herum die Wapitis. Bei unserer Ankunft gab es ein Verbot für Grill- und Lagerfeuer, das aber nach zwei Tagen Regen aufgehoben wurde. Für uns waren es zwei Tage Zeit und eine gute Möglichkeit administrative Dinge zu erledigen. Auch konnten wir Telefonat nach Hause führen, weil der Zeitunterschied von mittlerweile acht Stunden, nicht geplant werden musste.



Nach zwei Regentage konnten wir am Mittwoch dann unsere erste geplante Wanderung im Jasper unternehmen. Der Parkplatz lag ca. 16 km vom Campingplatz entfernt. Der Maligne Canyon ist der tiefste Canyon im Jasper Nationalpark und hat an manchen Stellen eine Tiefe von etwas mehr als 50 Metern und ist 2 Meter breit. Der Canyon hat sechs Brücken die man bei dieser Wanderung überquert. Eine wirklich sehr schöner Trail.



Das Tal der fünf Seen ist eine schöne Wanderung, die an fünf verschiedenfarbigen Seen vorbeiführt und war am Donnerstag unsere zweite Wanderung im Jasper Nationalpark.








Am Freitag gab es nochmal Bergseen, diesmal nicht zu Fuß. Der Patricia Lake liegt ca. 3 km nordwestlich von Jasper auf 1189 m Höhe. Er hat eine Länge von 2,2 km und einer Breite von 300 m. Das Wetter war an diesem Tag so schön, dass sich die umliegenden Berge im See spiegelten.

Weiter ging es zum Pyramid Lake, der etwas größer ist. Am Pyramid Lake Resort gibt es einen kleinen Parkplatz und über einen kleinen Waldweg kann man zur Holzbrücke gelangen, die dann auf Pyramid Island führt. Eine kleine Insel mit mehreren Picknicktischen und schönen Zugängen zum See.

Nach dem Mittagspicknick ging es zum Lake Annette und Lake Edith, zwei nebeneinander liegenden Alpenseen südöstlich der Gemeinde Jasper. Beide Seen sind durch den Rückzug des Eises entstanden. Unser Spaziergang ging um den Lake Annette, ein 2,4 km langer Rundweg. Hier kann man es aushalten, eine sehr schöne Erholungsanlage mit vielen verschiedenen Freizeitaktivitäten. Das Parken mit Bruno und Dori ist dort nicht möglich, da wir aber noch außerhalb der Reisesaison sind, konnten wir vor dem Park am Straßenrand parken.

Zum Abschluss waren wir in Jasperˋs Wafflato, einem Cafe mit hausgemachten leckeren Waffeln in verschiedenen Variationen.



Jarvis Lake Campingplatz im

William A. Switzer Provencial Park

Fahrstrecke: 113 km


Museumsparkplatz in

Grande Praire

Fahrstrecke: 316 km


Pounce Coupé vor Dawson Creek

neben dem Highway 2

Fahrstrecke: 132 km












Am Samstag stand Ver- und Entsorgung auf dem Programm. In Jasper gibt es eine Wäscherei mit sehr leckeren und liebevoll servierten Café. Große Waschmaschinen und Trockner ermöglichten einen schnellen Durchgang. Bruno und Dori wurden getankt, Frischwassertank gefüllt und Abwassertank entsorgt. Nach einem Mittagessen fuhren wir nach Horton wo wir dann noch die Kühlschränke auffüllten.

Unser nächstes Ziel war im William A. Switzer Provencial Park ein Campingplatz am Jarvis Lake. Eine Online Reservierung (vor allem an Wochenenden) macht durchaus Sinn. Wir hatten Glück und es gab noch zwei freie Campingplätze und so blieben wir zwei Nächte und machten mal NICHTS, also keine Aktivitäten. Mani nutzte den Platz und reinigte das Dach und noch so ein paar Kleinigkeiten der Fahrzeugpflege. Am Abend grillten wir. Schön warˋs!


Am nächsten Tag hatten wir einen schönen Stellplatz an einem Flußbett in der Nähe von Grande Praire ausgesucht. Mani und Steffen machten eine Ortsbegehung und mit Wissen, es könnte etwas schwierig werden, entschieden wir uns für diesen Platz. Beim runterfahren rutschte Bruno durch das Schlammloch schon etwas seitlich weg und ich war froh als wir am Flussbett standen. Nicht lange, es kamen drei freundliche Ranger vorbei, die uns sagten, dass wir hier nicht über Nacht bleiben können und gaben uns noch einen Tipp für einen Stellplatz. Beim Versuch wieder hoch auf die Straße zu kommen passierte es dann, wir blieben im Schlammloch stecken. Die Reifen drehten durch und das Profil setzte sich voll. Man versuchte es mit unterlegen von Holz und Sandblechen, aber letztendlich wurde Bruno (rückwärts) von Dori aus dem Schlammloch gezogen. Dori setzte sich vor Bruno, fuhr dann über eine andere Spur durch und stellte sich somit bereit uns von vorne raus zu ziehen. War dann aber nicht nötig, mit Geschwindigkeit und über eine andere Linie schaffte es Bruno dann auch durch das Schlammloch 😅. Somit kamen wir am Abend in Grande Praire an und entschieden uns für einen soliden geteerten Platz. Eine Erfahrung mehr.


Am nächsten Tag verließen wir dann Alberta um kurz vor Dawson Creek in British Columbia einen sehr einsamen Stellplatz zu finden. Ein paar Kilometer neben dem Highway 2, im Wald, gab es an einem fast ausgetrocknetes Flussbett einen großen geschotterten Platz. Bei einem kleinen Spaziergang entdeckten wir einen Weisskopfseeadler. Beim Blick durch das Fernglas entdeckten wir (ganz weit entfernt) sein Nest.




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