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  • AutorenbildMoni & Manfred

Prince Edward Island (P.E.I)

13.04.2023 bis 16.04.2023


Die Insel Prince Edward Island hat zwei Optionen für eine Anreise. Die Confederation Bridge, die weltweit längste Brücke über ein zufrierendes Gewässer, mit 12,9 Kilometer. Sie wurde 1997 eröffnet, ist zweispurig und es wird mit einem Schild auf diese Enge (für kanadische Verhältnisse) hingewiesen. Die zweite Option ist die Fähre von Caribou nach Wood Islands auf P.E.I. (die Abkürzung von Prince Edward Island). Für beide Verbindungen ist eine Maut fällig, die Brücke mit ca. 50$ und die Fähre mit ca. 80$. Die Maut wird aber nur bei Abreise von der Insel fällig, so das wir gerne für die Anreise die Fähre und für die Abreise die Brücke genommen hätten. Leider fährt die Fähre erst ab Mai, damit gab es keine Wahlmöglichkeit.


Die Insel liegt vor New Brunswick und Nova Scotia im Sankt Lorenz Strom. Sie ist 200 Kilometer lang und bis zu 60 Kilometer breit. Bei der Fahrt zum Nationalpark fährt man an sehr vielen landwirtschaftlichen Flächen vorbei. Der große Anteil in der Landwirtschaft macht den Anbau von Kartoffeln aus, rund ein Drittel der kanadischen Kartoffelernte kommt von P.E.I. Daneben lebt die Insel von der Fischerei, (Hummer, Austern, Muschel) und dem Tourismus, der aber zu unserer Zeit noch nicht da war.


Stellplatz auf dem Wanderparkplatz Greenwich im Prince Edward Nationalpark, Fahrstrecke 181 km






In Charlottetown gibt es eine Molkerei die sehr bekannt für ihre Eissorten und einem Cheddarkäse sind. Cows Creamery hat es sogar nach Peking mit seinem Eis geschafft. Wäre sie nicht gerade im Umbau, hätte man die Fabrik und das Käselager besichtigen können. So blieb uns nur die Möglichkeit das Eis zu versuchen, süß und lecker.


Danach ging es weiter in den Nationalpark von P.E.I. Dieser liegt an der Nordküste und erstreckt sich als schmaler Streifen am Meer mit 42 Kilometer entlang. Die Breite liegt zwischen ein paar hundert Metern und wenigen Kilometern. Wir entschieden uns für Greenwich, wegen den Sanddünen. Am 23. September 2022 kam der Hurrikan Fiona und hinterließ eine Spur der Zerstörung. Tausende von Bäumen sind wie Streichhölzer umgeknickt, heftiger Regen, starke Winde und eine mächtige Sturmwelle waren die Folge. Danach wurde der Nationalpark geschlossen, da die Gefahr für Menschen durch ausgewaschenen Straßen, untergrabener Infrastruktur, freilegenden Versorgungsleitungen und eine erhebliche Menge an umgestürzten Bäumen einfach zu groß war.



Für diesen Nachmittag entschieden wir uns für den Greenwich Dunes Weg mit seinen ständig veränderten Sanddünen. Der Weg beginnt mit einem kleinen Wald, gefolgt von einem Holzsteg und überquert dann über einen schwimmenden Steg den See.


Am Ende kommt ein kleiner Aufstieg über eine lange, schmale Sanddüne die zu einem Strand führt, welcher sich zu beiden Seiten ausdehnt. Leider konnten wir nicht zum Strand, weil er wegen Fiona gesperrt war.



Das Wetter war schön, der Stellplatz ruhig und so beschlossen wir den nächsten Tag auch noch hier zu verbringen. Nach ein paar organisatorischen Erledigungen machten wir uns zu einem Spaziergang auf.

Der Tlaqatik Trail ist ein Weg aus Holzstegen, durch den Wald, ein Stück Küste und über Felder mit knapp 5 Kilometern Länge.


Am Samstag ging es weiter an der Küste entlang, über die Insel Richtung Cape Egmont. Kurz vor dem Cape kamen wir an den Flaschenhäusern „Maisons de Bouteilles“ vorbei, leider auch geschlossen, aber ein Blick darauf war dennoch möglich.


Die drei Gebäude repräsentieren Recycling der besonderen Art. Sie bestehen fast ausschließlich aus alten Flaschen, die von dem Fischer, Zimmermann und Leuchtturmwärter Edouard Arsenault aus Summerside gesammelt wurden. 1980 erbaute er das erste Gebäude aus 12.000 Flaschen mit sechs Giebeln. 1982 folgte 1982 die sechseckige Tarvene mit 8.000 Flaschen und 1983 die Kapelle mit 10.000 Flasche. Von außen schon beeindruckend, gerne hätten wir das von Innen gesehen, da die Lichtunterbrechungen durch die Flaschen einen tollen Effekt ergeben soll, besonders bei Sonnenuntergang.


Stellplatz am Cape Egmont, Fahrstrecke 176 km








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