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  • AutorenbildMoni & Manfred

New Brunswick

Aktualisiert: 23. Juli 2023

16.04.2023 bis 19.04.2023


Nach unserem Reiseführer ist New Brunswick als Provinz beschrieben, die von der To-do-Liste vieler Reisender gestrichen wurde oder sie wird als „drive-trough-Provinz“ bezeichnet. Da wir aber zeitig unterwegs sind, vieles was wir uns ansehen wollen noch geschlossen hat und es doch so ein paar Sachen gibt die sich interessant anhörten, wollten wir New Brunswick nicht nur durch fahren. Neben den netten Menschen, von denen wir nach wie vor auf der Straße angesprochen oder unterwegs fotografiert werden und per Instagram dann Einladungen, Tipps oder Fragen bekommen, gab es doch einiges zu sehen.


Nachdem wir Prince Edward Island wieder verlassen haben, war unser erster Stopp in der Stadt Moncton um dort die Gezeitenwelle zu sehen. Die Zeiten der Gezeiten werden vor dem Tidal Bore Park digital angeschrieben. An diesem Tag war die Flut für 19:45 Uhr gemeldet, das war uns zu spät, weil wir nicht nach Sonnenuntergang auf Suche nach einem Stellplatz gehen möchten. Trotzdem fuhren wir auf einem Parkplatz und schauten uns den schokoladenbraunen Fluss an. Wenn die Flut kommt, drückt sich das Wasser entgegen der Strömung flussaufwärts und erzeugt damit eine Welle, die sich das Flussbett hinaufrollt. Die Höhe der Welle kann zwischen ein paar Zentimeter und mehr als einem Meter liegen. Manchmal surfen Einheimische auf der Welle und so brachen sie 2013 dabei den Weltrekord, als sie 29 Kilometer auf der Welle surften.


Weiter ging es zu den Hopewell Rocks. Sie liegen ca. 28 Kilometer südlich von der Stadt Moncton und ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen in der Saison hier unterwegs sind. Riesige Parkflächen (man darf hier aber nicht übernachten) und Treppen die einem die Laufrichtung vorgeben. Bei unserem Besuch hatte der Park geschlossen, was in diesem Fall aber lediglich bedeutete, dass es keine Infrastruktur gab (wie Café, Souvenirs etc.) und damit keinen Eintritt, aber das eigentliche Highlight konnten wir sehen. Die Hopewell Rocks sind Sandsteinfelsen die auch als „Blumentöpfe“ bekannt sind. Bei Ebbe kann man zwischen den Felsen umherspazieren. Das war bei unserem Besuch nicht möglich, aber von oben waren sie wunderbar zu sehen.




Campingplatz „The Shire“


Fahrstrecke: 238 km












Mein Wunsch dort auch einen Stellplatz zu finden wurde leider von diversen Verbotsschildern zunichte gemacht. War schon ein bisschen Schade. Aber nach einer kurzen Weiterfahrt und Suche nach einem Übernachtungsplatz kamen wir auf der 915 an einem Schild „Free Camping“ vorbei, ein kleiner Platz auf der linken Seite Richtung Alma. Ein Schild macht gleich mal darauf aufmerksam, dass der bellend ankommende Hund freundlich ist. Tatsächlich waren es zwei ältere Hunde die von der gegenüberliegenden Seite herüber spazierten um uns zu begrüßen. Der Platz ist von einem älteren Kanadier gestaltet und es steht jedem Besucher offen ihn zu nutzen und sich dort wohl zu fühlen „bleib so lange wie du möchtest“, war seine Einladung „und du kannst alles nutzen“.



Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns für den nächsten Stopp, dem Fundy Nationalpark, unser erster Nationalpark der auch offen hatte. Nachdem wir unseren Nationalparkausweis am Eingang erworben haben, konnten wir auf den Campingplatz fahren. Auch hier waren wir fast alleine, es war unser erster Campingplatz in Kanada. Wenn man mag, kann man sich einen Stellplatz mit Service buchen (Strom, Wasser, Abwasser am Stellplatz). Der Platz wurde in die Natur integriert und war sehr schön, man hatte sogar Bank und Tisch vor seiner Tür. Viele Wanderwege im Fundy Nationalpark waren wegen Schnee und Eis noch geschlossen oder schwer begehbar. Aber für einen kleinen Spaziergang hat es gereicht.


Headquarters Campground im Fundy Nationalpark


Fahrstrecke: 25 km







Die nächsten zwei Tage fuhren wir mehr oder weniger durch, weil wir zu diesem Zeitpunkt eine Einladung in Montreal hatten, die dann letztendlich doch nicht zustande kam. Was aber kein Problem war, dafür gab es andere schöne Dinge und nette Begegnungen.


In Hartland fanden wir einen Stellplatz, direkt neben der Hartland Bridge. Eine Straßen- und Fußgängerbrücke die mit ihren 390,75 Meter Länge als längste gedeckte Brücke der Welt gilt. Sie überquert den St. John River, ist aus Holz gebaut und wurde 1901 eröffnet. Für Bruno‘s ist sie aber gesperrt.


Am nächsten Tag ging es dann zu den Grand Falls weiter. In der gleichnamigen Stadt sind diese gewaltigen Wasserfälle zu sehen. Sie stürzen in eine schmale 80 Meter tiefe Schlucht, mitten in der Stadt. Es gibt eine Touristeninformation vor der wir parken konnten um sie von allen Seiten aus zu betrachten.


Stellplatz am 18.04.23 in Hartland an der Holzbrücke

Fahrstrecke: 304 km



Stellplatz am 19.04.23 nach Edmundston auf einem Wanderparkplatz

Fahrstrecke: 178 km






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