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  • AutorenbildMoni & Manfred

Verschiffung und Anreise nach Kanada

10.03.2023 bis 30.03.2023


Nun ist es soweit, wenn ich bedenke wie lange wir von diesem Augenblick geträumt und dafür gearbeitet haben, freue ich mich auf der einen Seite so sehr auf diese Reise und doch ist es auch ein bisschen traurig Abschied zu nehmen, von unserer Familie und unseren Freunden. Aber es ist ja kein Abschied für immer und über so viele Wege gibt es die Möglichkeit sich zu sehen und zu sprechen. Das macht es leichter und auch das Wissen, das sie sich für uns mit freuen.


Bruno geht auf Reise


Vor der großen Reise stehen doch noch so einige ToDo‘s auf der Liste, eine davon ist unser Zuhause fit zu machen für diese lange Reise. Dazu ging es zuerst für einen Check in die Werkstatt. Das MAN Team prüfte den LKW komplett durch, wechselte alle notwendigen Öle und stellte uns eine Liste zusammen mit den wichtigsten Ersatzteilen die wir eventuell auf unserer Reise brauchen könnten. Nebenbei bekam Mani noch den einen oder anderen Tipp, danach ging es zur großen Außenwäsche in die LKW Waschanlage.


In Schwebheim angekommen räumten wir alles aus, reinigten und sortierten neu ein. Das wir bis dahin schon 6 Monate im Bruno leben und unterwegs sind half sehr. Zum einen wissen wir jetzt, was wir für das Reisen und Leben brauchen und zum anderen haben wir unsere Erfahrungen gemacht wo wir was am Besten aufbewahren.



Nachdem alles fertig war, tausend Überlegungen ob auch wirklich alles drin ist was wir denken zu brauchen, starteten wir am 9. März 23 die Fahrt nach Hamburg. Wir freuten uns, nochmal Maike und Thomas zu treffen, und auch über die Einladung bei ihnen die Nacht stehen zu können. Das entspannte die Anfahrt zum Hafen, denn von hier aus waren es nur noch 30 Kilometer. Ich traute meinen Augen am nächsten Morgen nicht, denn es hatte über Nacht richtig viel geschneit und damit ging es die letzten Kilometer zum Unikai Terminal O‘Swaldkai.


Dort angekommen, war es erstmal gar nicht so einfach einen Platz zum Parken zu finden, so viele LKW‘s standen und warteten auf die Abfertigung zum Hafengelände. Nach ein paar Runden ergatterten wir einen Warteplatz und Ricardo von Overlander Shipping rief an um uns zu sagen, dass er in wenigen Minuten da ist.

Wir bekamen im Vorfeld durch Unterlagen und Telefonat alle wichtigen Informationen, so dass sich die Aufregung im Bezug auf die Abwicklung in Grenzen hielt. Aber das Gefühl, unser Zuhause in wenigen Minuten auf dem Hafengelände abzustellen und erst in 2 Wochen wieder zu haben, dass war schon ein komisches Gefühl.


Als Ricardo ankam, ging er mit uns um das Fahrzeug herum, schaute in das Fahrzeug hinein und fertigte ein Protokoll an. Als dann die Schilder im Fahrerhaus an der Windschutzscheibe angebracht waren, ging er mit Mani ins Hafengebäude um dort die Formalitäten zu erledigen. Im Anschluß bekamen wir noch einen Anfahrtsplan für das Hafengelände und einen Piepser mit der Info, wenn dieser los geht ist es das Zeichen auf das Hafengelände fahren zu dürfen. Das dauerte dann auch gar nicht lange, wenige Minuten später stieg Mani in den LKW und weg war er mit Bruno. Auf dem Hafengelände abgestellt, prüfte er nochmal alle Türen und Staufächer, in die Fahrerkabine legten wir noch zwei Packungen „Merci“, einmal für den Fahrer in Deutschland und einmal für den Fahrer in Halifax mit einem kleinen Dankeschön Gruß. Aber Bruno ging ja nicht alleine auf die große Reise, er wurde begleitet von Dori (www.doriontour.com) .

Ricardo wartete mit mir vor der Hafeneinfahrt und nahm uns dann mit in die Stadt. Dort bekamen wir in seinem Büro erstmal einen Kaffee. Das Wetter war an diesem Tag wirklich sehr ungemütlich, so das wir bei unserem Bummel in Hamburg, Innenräume bevorzugten. Neben der Kaffeerösterei besuchten wir den Michl von Hamburg (diesmal in Innen) und schauten im alten Elbtunnel vorbei. Unser Zug ging am Nachmittag zurück nach Schweinfurt wo wir am Abend mit dem Gefühl, jetzt geht es wirklich bald los, ankamen.



 

Unser Start nach Kanada


Am Mittwoch morgen, so gegen 8 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Frankfurt. Unser Flug ging um 15 Uhr, aber wir hatten zuvor noch eine Autoübergabe in der Stadt. Die S Bahn fuhr uns im Anschluss an den Flughafen. Um 15 Uhr ging es mit Air Belgium nach Toronto, wo wir gegen 18 Uhr (Ortszeit) landeten. Für die Einreise hatten wir unser Visum, welches elektronisch hinterlegt war. Wir wurden registriert und bekamen, zu meiner Enttäuschung, keinen Stempel in den Paß sondern lediglich einen gelben Zettel den wir vor dem erneuten Einchecken für Halifax wieder abgeben mussten. Nach 4 Stunden, die wir auch fast für das Einreisen, Koffer abholen und erneut wieder einchecken brauchten, ging es mit WestJet weiter nach Halifax, wo wir dann in der Nacht gegen 1 Uhr landeten. Nach dem wir unser Gepäck hatten ging es mit dem Taxi zu unserer Airbnb Unterkunft in Lower Sackville. Um ca. 3:30 Uhr morgens kamen wir dort an, ziemlich müde aber total aufgeregt, weil wir wenige Stunden später mit der Agentin am Zoll verabredetet waren.

Donnerstag, 30. März 2023, pünktlich um 9 Uhr, standen wir am Zollgebäude um unsere Papiere zu bekommen. Bethanie, unsere durch Ricardo von Overlander Shipping organisierte Agentin, kam mit allen für uns notwendigen Unterlagen. Danach ging es für uns in das Zollgebäude um dort die notwendigen Papiere für den Hafen zu bekommen, die wir dann erstmal nicht ausgehändigt bekamen. Der Grund steht in der Garage, unser Motorroller. Die Behörden konnten den Roller nicht prüfen, da wir nur für das Fahrzeughaus den Schlüssel abgeben mussten, aber bevor wir die Hafenpapiere bekommen muss auch die Einfuhr des Motorrollers geprüft werden. Die Zollbeamtin versprach uns die Aushändigung der Papiere bis zum Nachmittag, spätestens zum nächsten Tag. So fuhren wir, ohne Papier, trotzdem mit zum Hafen. Von einer Außentreppe aus, am hinteren Hafengebäude, hatte man eine perfekt Sicht auf das Hafengelände und konnten so schon mal sehen dass Bruno, neben Dori, angekommen ist. Große Freude!!! Nach einer Wartezeit sehen wir zwei Zollbeamten die die Garage öffnen und nach kurzer Zeit wieder schließen. Als sie aus dem Hafengelände rausfuhren, passte Mani sie ab und fragte ob alles in Ordnung sei. Sie erklärten, dass sie jetzt die Unterlagen zurück zum Zoll bringen und wir sie dann dort, nach der Mittagspause, abholen können. Das freute uns sehr, aber es kam noch besser. Nach einer weiteren Wartezeit, kam ein anderer Zollbeamter (ein sehr netter BMW Fahrer) und sagte uns wir müssen nicht mehr zum Zoll, die Papiere werden uns gebracht. So nette kanadische Beamten! Als die Zollpapiere da waren, wir unseren Besucherausweis hatten, wurden wir auf das Hafengelände gefahren. Dort empfang uns eine Hafenmitarbeiterin mit den Worten „ihr müsst was ganz besonderes sein, zwei Beamte sind bemüht gewesen euch eure Papiere zu erledigen und zu bringen“. Was auch uns total überrascht und noch viel mehr gefreut hat.


Nach der Fahrzeugübergabe, hier wurde ein Protokoll angefertigt im Bezug auf evtl. Schäden, konnten wir das Hafengelände verlassen. Bruno war ohne irgendwelche Kratzer angekommen und auch Innen war alles in bester Ordnung. Der nächste Step war Diesel zu Tanken. An den Tankstellen wurden wir immer wieder angesprochen und fotografiert, viele Menschen waren interessiert und alle sehr offen und freundlich. Nachdem die Tanks voll waren ging es zurück ins Airbnb um dort die vom Flug mitgebrachten Sachen einzuräumen und die von der Verschiffung verstauten Gegenstände wieder an ihren gewohnten Platz zu bringen. Auch durften wir bei der gastfreundlichen Vermieterin unsere Auto‘s mit Wasser füllen und in der Wohnung nochmal Wäsche waschen. Es war eine gute Entscheidung eine Airbnb Wohnung zu nehmen und kein Hotel und diese auch für 2 Nächte zu mieten, so konnten wir in Ruhe alles erledigen.



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