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  • AutorenbildMoni & Manfred

British Columbia

Aktualisiert: 31. Jan.

vom 04.08.2023 bis 22.09. 2023


Karte British Columbia

Unsere letzte Provinz in Kanada war British Columbia. Sie ist die am westlichsten gelegenste Provinz in Kanada mit der Hauptstadt Victoria auf Vancouver Island. Die Provinz liegt zwischen dem Pazifischen Ozean und den Rocky Mountains.

Wir hatten uns für B.C., welche vier Mal so groß ist wie Großbritannien, einige Highlights ausgesucht. Leider war nicht immer alles möglich was geplant war. In diesem Jahr waren die Waldbrände so heftig, dass wir zeitweise ein wenig beeinträchtigt waren.

Es wurde aber letztendlich unser längster Aufenthalt in einer kanadischen Provinz.

 

Von Alaska kommend, zurück in Kanada, fuhren wir nach Whitehorse um dort die Infrastruktur zu nutzen, die wir vom letzten Aufenthalt bereits kannten. Den Kühlschrank, den Diesel- und den Wassertank gefüllt ging es weiter. Unser Einkauf war so groß, dass wir Hamburger Paddy‘s und Brötchen geschenkt bekamen. Eine nette Krankenschwester aus Deutschland machte uns darauf aufmerksam, dass man ab einem bestimmten Kaufbetrag mit dem Einkaufszettel zur Information geht und sich dort sein „Geschenk“ abholen kann.

Nachdem alles erledigt war, wollten wir kurz nach Whithorse einen Übernachtungsplatz finden. Aber da machte uns der Dieselpartikelfilter einen Strich durch den Plan. Die erforderliche Regeneration, welche Bruno jetzt unbedingt wollte, zwang uns zum Weiterfahren. Und so kam es, dass wir an diesem Tag sehr lange unterwegs waren und schlußendlich den nächst möglichen Platz zum Übernachten nahmen.


Stellplatz 1: Koordinaten 60.0394390 -132.265897 neben dem Alaska Highway nach 332 km

Stellplatz 2: Koordinaten 59.9330223 -131.7657871 neben dem Alaska Highway (am Smart River) nach 35 km

Stellplatz 3: Koordinaten 59.98438 -129.06240 neben dem Steward Cassiar Highway (am Keane Lake) nach 224 km


Der Start am nächsten Tag war nicht viel besser. Nach wenigen Kilometern bekamen wir in der Anzeige die Information, dass der Dieselpartikelfilter seine Regeneration nicht abschließen konnte und wir eine Werkstatt aufsuchen sollen. Würde man das nicht tun folgt ein Leistungsverlust. Immerhin kamen wir 35 Kilometer weit und fanden einen Stellplatz an einem kleinen Fluss. Dieser lag unmittelbar neben dem Highway, aber war durch wenig Verkehr ein guter Standplatz. Wir kontaktierten wieder einmal Markus, was trotz Zeitunterschied sehr gut klappte. Er gab uns eine Rückmeldung (in Deutschland war es nach Mitternacht) und einen Termin für den nächsten Tag am Morgen. Der Laptop wurde angeschlossen und in weniger als 30 Minuten war das Problem gelöst. Der Dieselpartikelfilter war gereinigt, der Fehlercode konnte ausgelesen werden. Das wird uns begleiten, bis Bruno in der Werkstatt eine neue Software aufgespielt bekommt.

Weiter ging es nach Waterton Lake, wo wir nochmal Ver- und Entsorgten, da unsere weitere Reise über den Stewart Cassier Highway ging und dort die Infrastruktur diesbezüglich nicht so üppig ist. Nach wenigen Kilometern fanden wir an einem kleinen See einen Übernachtungsplatz und es gab die Hamburger vom Real Canadian Superstore. 😋
















Stellplatz 1:

Koordinaten 59.3729793 -129.1063292

im Boya Lake Provincial Park nach 83 km


Stellplatz 2:

Koordinaten 58.219271 -129.841817

am Upper Gnat Lake nach 181 km


Stellplatz 3:

Koordinaten 56.32859 -129.29775

am Steward Cassiar Highway auf einer Rest Area nach 273 km











Wir starteten den Stewart Cassiar Highway im Norden, kurz nach Watson Lake geht der Highway 37 links weg Richtung Süden. Er endet nach 725 Kilometer, wenn man auf die 16 in Kitwanga trifft. Der Stewart Cassiar Highway ist einer von zwei Routen in British Columbia zum Yukon Territorium. Unterwegs gibt es kleine besiedelte Gebiete. Diese Route führt an majestätischen Bergen, Flüssen und Seen vorbei. Es gibt drei schöne Provincial Parks die einen Besuch lohnen. Wir entschieden uns für den Tā Ch‘ilā (Boya Lake), welcher ca. 110 Kilometer südlich von Watson Lake liegt. Der See hat eine Farbe die man gesehen haben muss. Der Boden besteht aus Mergel, eine Mischung aus Schluff und Muschelfagmenten. Das kristallklare Wasser schimmert mit einer aquamarinblauen Farbe wegen den Lichtreflexen vom Boden. Wir hatten einen Stellplatz direkt am See. Es gibt zwei kleine Wege die man laufen kann, den Lakeshore Trail und Beaver Lodge Trail. Kombiniert man beide, so kommt ein Spaziergang zusammen.



Am Sonntag, den 13. August ging unser Weg vom Stewart Cassiar Highway 37 ab, auf die 37A. Diese Straße ist ein absolutes MUSS. Sie geht an der Meziadin Junction weg und führt über 65 Kilometer bis nach Stewart. Unterwegs gibt es einen Blick aus nächster Nähe auf den Bear Glacier, mit seinen unbeschreiblich schönen Farben. Bis in die 1940er Jahre füllte der Gletscher das gesamte Passgebiet aus, seit dem zieht er sich zurück. So entstand der Strohn Lake.

Fährt man durch Stewart durch, wechselt man nochmals in die USA. Hyder ist die südlichste Stadt in Alaska. Eine Grenzkontrolle gibt es nur auf dem Rückweg nach Kanada durch die kanadischen Behörden. Einen USA Grenzposten findet man dort nicht.




Von Hyder aus ist die Wildlife Observation Site ca. 6 Kilometer entfernt.


Das Fish Creek Wildlife Observatory besteht aus einer 180 Meter hohen hölzernen Aussichtsplattform, auf der man entlang des Baches läuft und auf Bären hofft. Die Bären kommen von Juli bis Mitte September an den Fish Creek um Lachse zu fischen. Wir mussten so in etwa 30 Minuten warten bis tatsächlich ein Grizzleybär kam. Unglaublich, so nah stehen und beobachten zu können. Auf der Plattform war es so still, nur das klicken der Fotoapparate war zu hören.


Wichtig ist, das man sich im Vorfeld die Eintrittskarten organisiert. Das geht online über recreation.gov ohne Probleme. Im Vorfeld deshalb, weil es vor Ort keine Internetverbindung gibt.



Nach dem erfolgreichen Stopp am Fish Creek ging es weiter zum nächsten Highlight, dem Salmon Glacier. Er ist der fünftgrößte Gletscher in Kanada und wahrlich sehr beeindruckend. Zuerst mussten wir aber die ca. 23 Kilometer lange Bergstraße nach oben fahren. Sie ist zum Teil geschottert und zum Teil matschig von den Baufahrzeugen der Minen an denen man vorbei fährt. Oben angekommen, bekamen wir den letzten Platz 😅. Es waren viele Camper und ein Motorradfahrer im Zelt 🥶 da, die alle oben blieben, weil der Salmon Gletscher in den Wolken lag und man darauf hoffte das sich das ändern wird. Was es dann auch tat.


Dieser Abstecher von der 37 auf die 37A ist ein absolutes Muss, wenn man den Stewart Cassiar Highway fährt.


Stellplatz am Salmon Glacier

Koordinaten: 56.16880 -130.05150

nach 137 km




Stellplatz 1:

Koordinaten 55.38474 -128.11457

am Kitwancool Lake nach 221 km


Stellplatz 2:

Koordinaten 55.22053 -127.44614

am Bukley River nach 110 km


Stellplatz 3:

Koordinaten 55.49388 -126.35143

am Sunset Lake nach 156 km


Stellplatz 4:

Koordinaten 54.06276 -124.84775

am Fraser Laker nach 128 km


Stellplatz 5:

Koordinaten 53.76435 -122.65372

am Mama Yeh RV Park nach 198 km


Stellplatz 6:

Koordinaten 52.29705 -122.05018

am Forest Lake nach 211 km

Die folgenden Tagen waren weniger einer Route folgend, sondern wurden bestimmt durch die Rauchentwicklungen aufgrund der zahlreichen Waldbrände. Wir wollten es vermeiden in ein Gebiet zu kommen indem die Luftqualität so schlecht ist. Da wir zu diesem Zeitpunkt nur einen fixen „Termin“ hatten, die Buchung in Vancouver, war es gut fahrbar. Morgens ging der Blick in die App BC Wildfire und auf die Seite www.firesmoke.ca. Hier hatten wir einen guten Überblick wo die Brände sind und wie die Rauchentwicklung auf unsere Route ist.

Wir fanden unterwegs wirklich schöne Stellplätze und konnten so auch einige Dinge erledigen. Am Fraser Lake spazierte eine Bärenmama mit ihrem Kleinen durch die Wohnsiedlung, ich traute zuerst meinen Augen nicht. Aber sie gingen entspannt (so sah es zumindest aus) durch einen Garten.

Nachdem Bruno mal wieder eine Wäsche bekam ging es weiter nach New Hazelton für die große Wäsche. Die Laundry befand sich neben einer Bäckerei die man unbedingt besuchen muss, wenn man in dieser Gegend ist. Dort gibt es tatsächlich leckeres Brot und vor allem Teilchen wie in Dänemark. 😋😋😋, sooo lecker. Skeena Bakery!!!

In Vanderhoof gibt es eine Touristeninformation mit einem kleinen Museum, direkt am Highway 16. Das Café war leider geschlossen, aber die anderen Gebäude waren geöffnet. Eine schöner Zwischenstopp.

Auch in Williams Lake gibt es einen Visitor Center mit einer Ausstellung zum Leben der Cowboys. Hier erfuhren wir dann auch, dass der Highway 1 wegen Feuer geschlossen wurde, und der Verkehr über den Highway 99 umgeleitet wird. Das war unsere geplante Route, jedoch ist sie durch die Schließung vom Highway 1 stärker befahren als sonst.



Stellplatz 1: Koordinaten 50.88572 -121.40898 auf dem CP Historic Hat Creek nach 234 km


Stellplatz 2: Koordinaten 49.72761 -123.13117 auf dem CP Mamquam River nach 262 km

Stellplatz 3: Koordinaten 49.2489681 -122.9112347 auf dem RV Burnaby Cariboo nach 85 km







Wenige Kilometer nach der Abzweigung auf dem Highway 99 blieben wir für zwei Tage auf dem Campingplatz Historic Hat Creek Ranch. Ein Campground mit einer historischen Stätte,welche wir besichtigen konnten. In verschiedenen Gebäuden und Ställen kann man das Leben während des Goldrausches der 1860er Jahre in British Columbia auf sich wirken lassen. Wir besuchten eine Schmiede in der auch noch Dinge hergestellt werden. Über 20 Originalgebäude und viele landwirtschaftliche Geräte sind ausgestellt und werden über Tafeln beschrieben. Beeindruckend war das Rasthaus aus dem Jahr 1860 mit seinen Räumen. Im Erdgeschoß konnten wir die Küche, den Speiseraum, die Bar und einen Laden mit originalen Gegenständen anschauen. Im Obergeschoß gab es in ca. 10 Zimmer einen Einblick in das damalige Hotelleben.



Weiter ging es nach zwei Tagen, da sich der Rauch soweit verzogen hatte. Damit erhöhte sich die Chance auf einen guten Ausblick, wir wollten von der Panoramastraße schließlich etwas sehen. Ab Pemberton bis Horseshoe Bay bekommt die Straße den Namen „Sea-to-Sky“, vom Meer in den Himmel. Sie war wohl mal eine gefährliche Strecke, deshalb auch der Name „Killer Highway“. Aufgrund der Olympischen Winterspiele im Jahre 2010 wurde dieser Highway ausgebaut und Gefahrenzonen entschärft. Schließlich ist er eine wichtige Verbindung zwischen der Olympiastadt Vancouver und dem Skigebiet in Whistler. Ab Squamish bis zur Horseshoe Bay folgt der Straßenverlauf in südlicher Richtung der Pazifikküste entlang. Eine landwirtschaftlich schöne Strecke die dem Highway 1 nach Vancouver vorzuziehen ist, wenn man Zeit hat.



Auf dem Highway 99 liegt Whistler, das einen kurzen Besichtigungsstopp lohnt. Bislang hatten wir in Kanada noch keine so touristisch erschlossene Stadt besucht. Whistler war der Austragungsort der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2010 in Vancouver. Es beherbergte rund 2400 Athleten, Trainer, Übungsleiter und Funktionäre. Nach den Spielen wurde das Gelände in neue Wohnviertel umgewandelt. Jährlich besuchen über zwei Millionen Menschen Whistler um im Winter Ski und Snowboard zu fahren und im Sommer Mountainbiken. Die Fußgängerzone gewann zahlreiche Designpreise und wird seit Mitte der 1990er Jahre von großen Skimagazinen zu einem der Top Reiseziele in Nordamerika gewählt. Den zahlreichen Mountainbikern zu zuzuschauen war toll.



Am Montag, den 28. August kamen wir gegen Mittag in Vancouver auf einem RV Park an.

Vancouver liegt im Westen, hat die höchste Bevölkerungsdichte von Kanada und die vierthöchste in Nordamerika (nach New York City, San Francisco und Mexiko-Stadt). Die Stadt besitzt, gemessen an der Tonnage, den viertgrößten Hafen in Amerika. Der größte Wirtschaftszweig ist die Forstwirtschaft und der Tourismus, in dieser Reihenfolge. Vancouver verfügt über einen der größten Stadtparks in Nordamerika, den Stanley Park. Die Stadt liegt auf Platz 5 mit der höchsten Lebensqualität aller Städte auf der Erde und hat den viertteuersten Immobilienmarkt der Welt. Diese Stadt muss man sich leisten können.

Etwas gewöhnungsbedürftig nach so vielen Wochen in der Natur mit wenigen Menschen, aber auch mal wieder schön Großstadtluft zu schnuppern.


Der Burnaby Cariboo RV Park besitzt sehr viele Annehmlichkeiten. Die Plätze sind in verschiedenen Größen buchbar. Am Platz selbst ist die Ver- und Entsorgung, sowie der Stromanschluss. Im Hauptgebäude gibt es einen Waschsalon, ein Schwimmbad sowie Sanitäreinheiten.

Im Büro ist ein kleiner Supermarkt dabei und es steht ein Informationsständer mit allerlei Flyers bereit. Man kann sich sein Tagesticket für den öffentlichen Verkehr direkt dort kaufen und dann kann die Besichtigungstour auch schon starten.

An der Hauptstraße, vom RV Park ca 5 Minuten zu Fuß, fährt ein Bus zur Metro Station oder man läuft in ca. 20 Minuten direkt zur Metro. Die Expo Linie bringt einen von der Production Way Universität Station in einer Stunde zur Waterfront.



Für den ersten Nachmittag ging es zur Waterfront und in das Stadtviertel Gastown.


Von der Metro Station Waterfront aus, alles gut fußläufig zu erreichen.






Gastown war Vancouvers erstes Viertel und ist heute eine Mischung aus „angesagten“ Mode- und Inneneinrichtungsboutiquen, Restaurants, Bars aber auch Büros und Kunstgalerien. Das berühmteste Wahrzeichen von Gastown ist die dampfbetriebenen Uhr. Der Dampf treibt die Tonerzeugung der Uhr an, um das Westminster Glockenspiel zu erzeugen und die Zeit anzukündigen. Eine Foto ohne Menschen zu bekommen ist einfach unmöglich, das Interesse daran ist zu groß.

Canada Place ist ein Gebäude in dem sich das Kongresszentrums befindet, sowie auch der Passagierterminal für die Kreuzfahrtschiffe. Hier starten die Fahrten nach Alaska. Die Außenseite des Gebäudes ist mit segelähnlichen Stoffdächer bedeckt.




Für den Dienstag war Granville Island das Tagesziel. An diesem Tag regnete es fast durch. Mit der Expo Line fuhren wir bis zur Pacific Central Station und dann ging es in 5 Minuten zu Fuß zum Aquabus am False Creek. An der Station Olympic Village legt der Aquabus ab zum Granville Island. Diese Fahrt ist nicht im Tagesticket enthalten, kann aber bequem per Karte auf dem Schiff gezahlt werden. Sie dauert ca.15 Minuten und das Schiff fährt im 10 Minuten Takt.

Granville Island ist eine kleine Halbinsel mit einem Einkaufs- und Kulturviertel. Sie war einst ein Industriegebiet und ist jetzt ein belebter Treffpunkt um gut zu essen oder frische Produkte zu kaufen. Es gibt ein Museum, Kunsthandwerksbetriebe wie Glashütte, Druckerei, Juwelier und Töpferei. Der einzige noch bestehende Industriebetrieb ist ein Zementwerk.



Für den Mittwoch war Natur angesagt, die Mischung zwischen Großstadt und Wald ist schön. Wenig Menschen haben wir im Lynn Canyon aber nicht erwartet.


Die Anfahrt dauerte 2 Stunden und wir mussten dabei zwei Mal umsteigen. Diesmal alles mit dem Bus, so sahen wir auch ein bisschen die Umgebung von Vancouver.


Der Lynn Canyon Park ist ein Stadtpark, der 1912 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Die Hauptattraktion ist die Lynn Canyon Suspension Bridge, welche 50 Meter über den Canyon schwebt. Es gibt einige Wanderwege in dem Park, ein kleines Café und ein Ökologisches Informationszentrum.


Start des Trails ist gleich nach dem Café die Hängebrücke. Sie ist ziemlich schmal und das Überqueren braucht seine Zeit bis die vielen Menschen ihre Fotos gemacht haben. Es ist schwierig ruhig zu stehen, da sie doch sehr schwankt. Nach der Hängebrücke gibt es verschieden Routen um durch den Park zu wandern. Wir entschieden uns nach links zu gehen um zum 30 Foot Pool zu kommen. Der Pool ist kalt, aber es gab doch ein paar Mutige die trotzdem baden gingen. Wir gehörten nicht dazu. Danach führten uns, etliche Stufen, hoch zur Pipeline Bridge von der aus man einen guten Blick in die Schlucht hat. Durch den wunderschönen Wald mit seinen riesigen alten Bäumen ging es zu den Twin Falls. Eine kurze Holzbrücke überquert den Fluss mit seinen zwei Wasserfällen darunter. Dann wieder gefühlt 200 Stufen nach oben um zurück zum Eingang vom Lynn Canyon Park zu kommen. Dort gab es einen kleinen Kaffeestopp bevor uns der Bus zurück brachte.




Am Donnerstag fuhren wir mit der Metro und dem Bus in den Stanley Park. Dort steht das Vancouver Aquarium, eines der beliebtesten Aquarien der Welt. Die Tickets bucht man online mit einem Zeitfenster für den Eintritt. Es gibt einiges zu entdecken. In einem 4D Theater bekommt man Wissen über Haie vermittelt und kann das Labor besuchen. Es gibt Seelöwen, Tiere die im Amazon leben und wunderschöne Fische zu sehen.



Am Freitag wollten wir mit der gebuchten Fähre auf Vancouver Island fahren. Jedoch fiel sie wegen einem Motorschaden aus und so verlängerten wir den Vancouver Aufenthalt um einen Tag. Diesen Tag nutzten wir für eine Erkundung per Fuß. Bei sonnigem Wetter starteten wir an der Waterfront. Dort gibt es einen Sea Wall Walk, der entlang am Ufer tolle Ausblicke auf die Lions Gate Bridge, Wasserflugzeuge und vieles mehr bereit hält. Auf der Bank sitzen und aufs Meer schauen hat auch etwas.

Weiter ging es durch die Straßen mit Hochhäuser in denen Büros und Banken sowie Geschäfte untergebracht sind. Am Ende wartete der Aquabus um uns noch einmal auf Granvile Island zum Abschiedsessen zu bringen. Diesmal gab es leckeres mexikanisches Essen 😋.



Am Samstag war es dann soweit, wir packten für die Fahrt zur Fähre nach Horseshoe Bay, das etwa 40 Kilometer vom RV Park entfernt liegt. Obwohl wir rechtzeitig gestartet sind, war zwischenzeitlich das Gefühl es nicht rechtzeitig zu schaffen. Soviel Stau!!! Aber letztendlich haben wir es pünktlich geschafft unsere Buchung gegen das Ticket zu tauschen. Die Fährfahrt dauert ca. zwei Stunden und wir konnten in sehr weiter Entfernung kleine Wasserfontänen sehen die Wale beim Ausatmen machen. 😍

Vancouver Island liegt im Pazifischen Ozean, ist Teil der kanadischen Provinz B.C und liegt südwestlich von Vancouver. Sie ist 456 Kilometer lang, 100 Kilometer breit und damit flächenmäßig die größte und bevölkerungsreichste an der Westküste Amerikas. Im Zentrum befinden sich hohe Berge wie der Golden Hinde mit 2195 Meter, auf der Westseite gibt es einen Regenwald und die größte Stadt der Insel ist Victoria. Die Insel ist ausschließlich mit der Fähre erreichbar, Brücken gibt es nicht. Es gibt eine große Nord-Süd-Verbindung die entlang der Ostküste verläuft. Sie beginnt in Victoria mit dem Highway 1 und wird in Nanaimo vom Highway 19 abgelöst. Ansonsten fährt man viel über Gravelsroads, besonders wenn man zu den schönen Orten dieser Insel möchte.



Am frühen Nachmittag kamen wir in Nanaimo am Fährhafen an und wir nutzten die Stadt noch zum Tanken und Einkaufen.


Stellplatz 1: bei Grant und Ingrid in Campbell River nach 190 km


Stellplatz 2: Koordinaten 49.94258 -125.60336 am Upper Campbell Lake

nach 39 km




Der Elk Falls Provincial Park liegt ca. 3 Kilometer nördlich von Campbell River und ist auch gut besucht.

Er hat ein gut angelegtes Netz von verschiedenen Wanderwegen. Die meisten Besucher gehen zur Hängebrücke und schauen sich den Wasserfall an. bcparks.ca informiert über die Möglichkeiten im Park.








Gegen Mittag fuhren wir von einem schönen Stellplatz am See los. Wir waren bei Grant und Ingrid nach Tahsis, zu ihrem Feriendomizil eingeladen. Es lagen 121 km vor uns, davon 50 Kilometer Gravelroad. Auf dem Weg nach Gold River sahen wir einen Waldbrand auf der rechten Seite. Hubschrauber waren im Einsatz um den Brand einzudämmen. In Gold River gibt es einen kleinen Visitor Center mit einer Ent- und Versorgungsstation. Von hier aus geht die Straße nach Tahsis ab, ein kleines Örtchen an der Westküste mit etwa 300 Einwohnern. Bis 2001 gab es ein Sägewerk, jetzt kann man sich in Tahsis vor allem erholen. Das Dorf liegt an der Spitze in einer pazifischen Bucht. Wir wurden von Grant und Ingrid so lieb aufgenommen. Am Abend waren wir bei Georg und Karen zum Abendessen mit eingeladen. Es war ein sehr schöner Abend. Am nächsten Tag gingen Grant und Ingrid, nach dem Frühstück, noch mit uns in den Ort bevor es weiter ging.



Stellplatz 1: Vernon Lake Recreation Site

Koordinaten 50.0559 -126.44354

nach 114 km


Stellplatz 2: Naka Creek Recreation Site

Koordinaten 50.47789 -126.42700

nach 76 km
















Die nächsten beiden Tage sind wir, bis auf wenige Kilometer, ausschließlich Schotter gefahren. Aber, um zu manchen Stellplätzen zu gelangen ist es notwendig und es auch absolut wert. Man fährt so durch Landschaften die man auf den Hauptstraßen nicht sehen würde.

Unser absoluter Lieblingsstellplatz war am Johnstone Strait, die Naka Recreation Site. Dort war es so schön, dass wir vier Tage geblieben sind. Vom Stellplatz aus konnten wir Orcas, Delphine und Seelöwen sehen und beobachten. Das war wirklich unbeschreiblich und dabei noch viele nette Menschen kennengelernt. Mein Lieblingsplatz auf Vancouver Island.


Stellplatz: San Josef Bay Trailparking

Koordinaten 50.68551 -128.25103

nach 226 km







Am Abfahrtag stellte ich mir einen Wecker um den wunderschönen Sonnenaufgang zu sehen, verbunden mit der Hoffnung Buckelwale zu sehen. Die Wale kamen nicht, aber der Sonnenaufgang war es wert. Nach entspannten Tagen mit netten Menschen ging es weiter. Der Cape Scott Provincial Park war unser nächstes geplantes Ziel, ein Gebiet mit rauer Küstenwildnis an der Nordwestspitze von Vancouver Island. Ab Port Hardy führt eine Schotterstraße zur San Josef Bay, auf der auch Holzfällerfahrzeuge unterwegs sind. Dort angekommen gibt es einen Parkplatz der in der Hauptreisezeit sicherlich sehr voll ist. Einheimische erzählten uns, dass man mittlerweile erst nach dem ersten Septemberwochenende kommen sollte, da es vorher sehr voll ist. Zur San Josef Bucht gelangten wir über einen einfachen, leicht begehbaren Weg, der zum einen gut angelegt und zum anderen gut ausgeschildert ist. Durch den Regenwald geht es zum Strand und wir sind froh ihn trotz Regen gesehen zu haben. Man sollte nicht unterschätzen das man in einer sehr abgeschiedenen Gegend unterwegs ist und so konnten wir tatsächlich auf der gegenüberliegenden Seite einen Bären beim Fressen beobachten.



Stellplatz: am Highway 19 Rest Park Area Misty Lake Koordinaten: 50.60547 -127.27043 nach 91 km


Stellplatz: Marina & RV Park in Telegraph Cove Koordinaten: 50.5475592 -126.8296175 nach 46 km







Nachdem wir den San Josef Bay genossen haben ging es zurück, über den gleichen Weg. Mit einer Zwischenübernachtung kamen wir am Dienstag in Telegraph Cove an. Mehrfach empfohlen wurde uns das Whale Watching von hier aus zu machen. Der kleine Ort ist sehenswert und war zum Zeitpunkt unseres Besuchs auch nicht überlaufen.


Nachdem wir am nächsten Tag befürchteten, dass das Wetter uns die Sicht auf Wale verweigert klarte es im laufe der Tour auf. Die Firma bietet zwei Arten von Booten an, ich entschied mich für das „stabilere“ wegen 🤢. Nach diesem Tag würde ich mich heute für das Schlauchboot entscheiden, weil man damit näher an die Meerestiere ran fahren darf. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung durch die Bootsführerin ging es auch schon los. Das Boot bietet soviel Platz, dass alle Teilnehmer oben an Deck bleiben konnten. Was wir dann geboten bekamen ist nicht zu beschreiben. Buckelwale zu hören und zu sehen ist Gänsehaut pur. Man muss es erleben. Das Team sagte uns, wir sollen schauen und genießen, sie machen die Bilder und senden sie per Email zu.



Stellplatz 1:

Little Bear Bay Recreation Site

Koordinaten 50.33832 -125.51762

nach 180 km


Stellplatz 2:

bei Grant und Ingrid in Campbell River

nach 66 km


Stellplatz 3:

Lighthouse Apostolic Church

Koordinaten 49.26197 -124.77054

nach 148 km


Am Donnerstag, den 14. September verließen wir diesen schönen kleinen Ort um wieder Richtung Campbell River zu fahren. Hier waren wir für den Freitag noch einmal mit Grant und Ingrid verabredet und sie haben dazu einen deutschen Freund eingeladen. So hatten wir für eine Übernachtung dazwischen, die Little Bear Bay Recreation Site geplant. Vom Norden kommend gibt es zwei Abzweigungen und wir hätten uns besser für die erste Abzweigung entscheiden sollen. Der Weg fing sportlich an und wurde im Verlauf immer enger und vor allem ließ die Fahrt durch den Wald die Höhe von Bruno fast nicht mehr zu. Es tat fast weh zu hören wie die Zweige vorbei kratzten 😟. Für den Rückweg gab es einen wesentlich besseren Weg, der dann auch entspannt zu fahren war. In Campbell River ging es ein letztes Mal in den Supermarkt zum Einkaufen bevor wir nächste Woche in die USA einreisen. Bei Ingrid und Grant hatten wir wieder einen schönen Abend mit einem leckeren Essen und lernten hier Thomas kennen. Am Samstag brachen wir auf für die Westküste von Vancouver Island. Diesmal nahmen wir den „Nebenhighway 19a“ an der Küste entlang. Unser geplanter Stopp im MacMillan Provincial Park entfiel leider wegen zu vielen Menschen. Keine Chance einen Parkplatz zu bekommen.


Ucluelet Campground

260 Seaplane Base Rd

nach 167 km






Tofino ist ein Ort an der Westküste mit ca. 2500 Einwohner. Im Sommer steigt die Zahl auf das Zehnfache an und man kann sich in etwa vorstellen was dann los ist. Für Wohnmobile ist es schwierig, da es kaum Parkplätze gibt und es war sicherlich zum einen der Nebensaison geschuldet und zum anderen dem vielen Regen das wir überhaupt einen Platz bekommen haben. Tofino ist ein angesagter Treffpunkt für Surfer. Am Long Beach machten wir noch einen kurzen Halt und es gab tatsächlich Surfer im Meer 🥶. In Ucluelet blieben wir für eine Übernachtung.



Am Montag ging es 248 km von Ucluelet zurück zu Ingrid und Grant, ein letztes Mal diese beiden wunderbaren Menschen besuchen. Sie kochten für uns ein sehr leckeres Fischessen mit fangfrischem Lachs von Bob. Wir blieben zwei Tage bei ihnen und machten uns dann am Mittwoch auf dem Weg nach Victoria. Unterwegs gab es noch eine rundum Versorgung mit Bruno waschen, Wasser tanken und entsorgen, sowie der letzte Besuch in einem kanadischen Waschsalon.

Für Victoria einen Campingplatz zu finden war nicht so einfach. Aber 30 km nördlich fanden wir dann einen Platz und verbrachten an unserem letzten Abend noch eine schöne Zeit am Lagerfeuer mit Kanadiern und Holländern.


Campingplatz Gulf Islands Smonećten in Sydney nach 302 km


Wir hatten noch einen Tag bevor die Fähre uns nach USA bringt und den nutzten wir um Victoria, die Hauptstadt von British Columbia zu besuchen. Sie liegt an der Südspitze von Vancouver Island und ist die siebtgrößte Stadt Kanadas. Der Bus, der nur wenige Minuten zu Fuß vor dem Campingplatz entfernt seine Haltestelle hat brachte uns morgens in einer Stunde direkt in die Stadt.


An der City Hall stiegen wir aus und es ging in die Fishgard St nach Chinatown. Chinatown in Victoria ist das älteste Chinatown in Kanada und nach San Francisco das zweitälteste in Nordamerika. Weiter ging es an der Waterfront, bei so sonnigem Wetter macht es einfach Spaß sich treiben zu lassen. Das Parlament von Victoria wurde 1889 eröffnet und man kann es besichtigen. Auch das Hotel Fairmont Empress liegt direkt in der Stadt mit Blick auf den Inneren Hafen. Es ist eines der ältesten Hotels am Ort, eröffnet 1908 nach vierjähriger Bauzeit mit 8 Stockwerken, 412 Zimmern, 52 Suiten und 4 Restaurants. Gleich um die Ecke vom Inneren Hafen liegt Fisherman‘s Wharf, ein bunter Ort. Wir haben den Aufenthalt dort sehr genossen. Über den Waterfront Trail ging es zurück in die Stadt.



Am 22. September 2023 heißt es Abschied nehmen von Kanada. Der Fährhafen liegt direkt in der Stadt und es ist eine US Fähre. Bei der Einfahrt gibt es das reservierte Ticket und die Rechnung. Mit uns fuhren eine Menge Oldtimer, die sich einmal im Jahr auf Vancouver Island treffen. Die ersten US Behörde gehen durch, um die Pässe zu kontrollieren. Danach mussten wir zu einem Bürocontainer. Hier wird man einzeln aufgerufen „THE NEXT“! Wir fragten an, ob es möglich ist unser Visum neu starten zu lassen um wieder 6 Monate zu bekommen. Nachdem der nächst höhere Beamte zur Klärung kam wurde es abgelehnt. Warum? Sie können nicht jetzt schon, bei einer Restlaufzeit von 3 Monaten, einen Neustart des Visums genehmigen. So ist unser Ausreisedatum der 30. Dezember 2023.



Goodby Kanada!






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