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  • AutorenbildMoni & Manfred

Alaska 🇺🇸

Aktualisiert: 22. Okt. 2023

01.07.2023 bis 03.08.2023


Heute stand uns die Einreise in die USA bevor. Dawson City liegt zirka 100 Kilometer zur Grenze entfernt. Der „Top of the World“ Highway führte uns zu diesem kleinen Grenzübergang, der auf der kanadischen Seite den Namen Little Gold und auf der USA Seite den Namen Poker Creek führt. Er ist eine der wenigen von beiden Staaten gemeinsam erbauten und genutzten Grenzstation. War die Strecke am Anfang noch sonnig, wurde sie zunehmend unfreundlicher je weiter wir sie befuhren. Das ging soweit, dass die Sichtweite wegen Nebel und Regen, teilweise nur wenige Meter betrug, was echt schade war. Soll er doch landschaftlich wunderschön sein. Der Top of the World Highway ist 127 Kilometer lang und liegt zum Großteil im kanadischen Yukon, nur zirka 14 Kilometer verlaufen in Alaska. Im Winter ist er geschlossen.

Der Grenzübergang besteht aus einem kleinen Grenzhaus, gefühlt mitten im Nichts. Ein kleines Schild mit der Aufschrift „Yes, we live here. Yes, we like it here.“ macht die Einsamkeit auf sympathischer Weise deutlich. Die Beamten wurden anscheinend diesbezüglich schon öfters gefragt. Die Einreise war sehr unkompliziert und freundlich. An der Grenzstation wurden unsere Reisepässe gecheckt, wir mussten Bruno nach der Schranke parken und in die Grenzstation für die Einreiseformalitäten kommen. Nach ein paar Fragen, wie z.B. warum möchten wir in die USA, wurden unsere Fingerabdrücke genommen und wir wurden fotografiert. Dann gab es unseren ersten Stempel in unseren neuen Reispässen, mit dem Ausreisedatum 30. Dezember 2023. Mit unserem Aufkleber verewigten wir uns auf der Pinwand. Wenige Meter nach der Grenze hielten wir natürlich am Schild „Welcome in Alaska“ an. Mit der Weiterfahrt wurde auch das Wetter besser.



Stellplatz bei Tok * 2,1 Meilen nach der Abzweigung Richtung Glennallen nach 199 Kilometer

Koordinaten: 63.3077677 -143.0052379


Stellplatz am Richardson Highway auf einem Campingplatz der nicht mehr im Betrieb ist, nach 300 Kilometer

Koordinaten: 61.47978 -145.15641


Stellplatz in Valdez auf dem RV Park nach 112 Kilometer

Koordinaten: 61.1301370 -146.3435655



An der Abzweigung nach Eagle endet The Top of the Highway und der Taylor Highway beginnt. Er ist ebenfalls saisonal von April bis Mitte Oktober geöffnet und zum Teil ungeteert. Er wurde 1953 erbaut und ist in etwa 258 Kilometer lang, davon befuhren wir 140 Kilometer, von Jack Wade bis Tetlin Junction. Hier mündet er auf den Alaska Highway.

Am Taylor Highway liegt Chicken. Im Winter, wenn der Taylor Highway geschlossen ist, kann der Ort mit Schneemobilen und Hundeschlitten erreicht werden. Bei einer Volkszählung im Jahre 2020 zählte Chicken 12 Einwohner. Zum Ende der 1800er Jahre kamen bis zu 400 Abenteurer um unter anderem nach Gold zu schürfen. In der Region gab es viele Alpenschneehühner und damit war der Name Chicken geboren. Heute ist er ein Ort für Reisende die von Yukon nach Alaska fahren. Auch wir machten einen kurzen Stopp. Es gibt eine Souvenierladen, eine Bar und Wohnmobilstellplätze. Weiter ging es über den schönen Taylor Highway nach Tok. Dort bekam Bruno das erste Mal USA Diesel, der günstiger ist als in Kanada. Auch der Kühlschrank wurde gefüllt, da wir bei der Einreise keine frischen Produkte wie Obst, Gemüse etc. mitführen durften. Am Abend trafen wir uns mit Karin und Oliver für einen kleinen Austausch.

Von Tok aus ging es weiter Richtung Süden. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir den Mount Blackburn bewundern. Seine Höhe mit 4996 Meter ist sehr beeindruckend. Er ist damit der höchste Berg der Wrangell Mountains in Alaska, der fünfthöchste Berg in den Vereinigten Staaten und der zwölfthöchste von Nordamerika. Das Bergmassiv wird fast vollständig von Eisfeldern und Gletschern bedeckt.

Auf einem nicht mehr betriebenen Campingplatz fanden wir für zwei Nächte einen schönen Ort zum Bleiben.



Am nächsten Nachmittag kamen Jakob, Julia und Steffen dazu und es ging am nächsten Tag zusammen weiter nach Valdez. Am 855 Meter hohem Thompson Pass (von dem wir nichts sahen, weil er im Nebel lag) liegt der Worthington Gletscher, ein sogenannter Talgletscher mit einer Länge von 6 Kilometern und einer durchschnittlichen Breite von 1,3 Kilometern. Er ist mit dem Auto sehr gut erreichbar. Vom Parkplatz aus geht es über einen kurzen Weg auf eine Plattform von der aus man einen guten Anblick auf den Gletscher hat. Den nächsten kleinen Zwischenstopp gab es an den Horseteil Falls, einen 100 Meter hohem Wasserfall. Im Winter kann man hier Eisklettern. Gegen Nachmittag kamen wir in Valdez an, am Tag der Unabhängigkeit. Für die Festivitäten waren wir leider zu spät dran, es wurde bereits wieder zusammen gepackt. Valdez wurde 1964 durch das „Karfreitagsbeben“ und der darauffolgenden Flutwelle fast vollständig zerstört, aber auch rasch wieder aufgebaut. Die Stadt hat zirka 4000 Einwohner. Es liegt am Ufer des Prince William Sound und ist der Endpunkt der Trans-Alaska-Pipline, welche an der Prudhoe Bay (1290 Kilometer entfernt) beginnt. Valdez ist der wichtigste eisfreier Hafen in Alaska. Der Ort ist auch Namensgeber des Öltankers Exxon Valdez, der 1989 in der Nähe havarierte und eine Ölpest verursachte, bei der rund 42.000 Kubikmeter Rohöl ins Meer flossen. Heute kann man Angel- und Gletschertouren unternehmen. Wir entschieden uns für letzteres….



…und wählten eine 6 stündige Schiffstour zum Columbia Gletscher, welcher zirka 60 Kilometer nordwestlich von Valdez liegt, mit einer Länge von etwa 48 Kilometern und eine durchschnittliche Breite von 4,5 Kilometern. Seine Größe umfasst 1150 Quadratkilometer und wenn man davor steht, einfach unfassbar. Auf 10 Kilometer Breite schiebt sich die Gletscherzunge ins Meer. Die Sohle liegt 700 Meter unter Wasser und die Eiswand über dem Meeresspiegel beträgt zwischen 50 und 80 Metern. Seit 1980 zieht sich der Gletscher zurück, bis 2014 bereits um 20 Kilometer. 2011 führte der Schwund des Gletschers dazu, dass er sich in zwei Gletscher aufspaltete, deren Zungen 2014 bereits 6 Kilometer auseinander lagen. Wir begannen die Tour bei dichtem Nebel, der im Laufe des Tages etwas weniger wurde. Durch dieses Wetter war es eine ganz eigene Stimmung, wirklich schön. Und wir lernten auf der Fahrt Frank und Nathalie aus Maine kennen, welche wir zu einem späteren Zeitpunkt nochmal trafen. Es war ein sehr gelungener Tag.


Auf dieser 6 stündigen Tour

gab es auch einige Tiere zu sehen.


Seeotter

Weißkopfseeadler

Seelöwen

Papageientaucher









Stellplatz 7,6 Meilen nach der Abzweigung auf die 10, Richtung Chitina nach 243 km

Koordinaten: 61.73254 -144.93800


Stellplatz 4,3 Meilen nach der Matanuska Glacier State Recreation Park Area nach 210 km

Koordinaten 61.79324 -144.93800



Am Freitag, den 7. Juli verließen wir Valdez bei 11 Grad und Regen, am Nachmittag kamen wir bei 26 Grad und Sonne an. Wir machten auf dem Weg Richtung Glennallen einen kleinen Abstecher nach Chitina. Chitina liegt am Copper River und im Sommer kommen Tausende von Einwohnern aus Alaska dort zusammen um Lachs zu fischen oder die Fischräder zu bedienen. Chitina ist bekannt für sein Lachsangeln, insbesondere in den Sommermonaten, wenn der Copper River große Mengen Rotlachse und Königslachse beherbergt. Das Fischen mit Tauchnetzen ist hier eine beliebte Angelmethode. Sie machen sich ihre Gefrierschränke voll mit dem leckeren Lachs. Am Abend trafen wir dann noch Reisende aus Regensburg, die wir schon in Whitehorse getroffen haben, auf ein Glas Wein.


Am nächsten Tag ging es weiter zum Matanuska Glacier. Dieser Gletscher ist der größte in den USA der mit dem Fahrzeug erreicht werden kann. Es ist ein 43 Meter breiter Eisfluss, der von den Bergen fast bis zum Glenn Highway fließt. Mit einem 6 Meter breiten Endpunkt ist er die Attraktion zwischen Anchorage und Glennallen. Es gibt zwei Möglichkeiten diesen Gletscher zu betrachten. Zum einen gibt es hier die Matanuska Glacier State Recreation Area. Ein schön angelegtes Gebiet (mit Campground/Parkplatz), von hier sind wir einen kleinen Loop gelaufen mit guter Sicht auf den Gletscher. Alternativ kann man den Gletscher im Rahmen einer geführten Tour über eine Privatstrasse besuchen. So kommt man ihm besonders nahe. Hat aber seinen Preis mit 125 US Doller.



Stellplatz am Portage Lake

nach 356 Kilometer


Koordinaten 60.78025 -148.84566



Stellplatz 1,6 Meilen vor dem Exit Glacier Nature Center

nach 155 Kilometer


Koordinaten 60.19456 -149.58700







Am Sonntag, sind wir nach einem Telefonat mit Deutschland (was immer schön ist) nach Anchorage gefahren. Die Geschäfte sind täglich geöffnet, so das man wirklich nichts planen muss. In Anchorage war dann mal wieder Lebensmittel einkaufen und Diesel tanken angesagt.

Weiter ging es zu einem Übernachtungsplatz nahe am Portage Trail, den wir am nächsten Tag laufen wollten.

Aber das Wetter war am nächsten Tag dagegen. Regen, Regen, Regen. Und die Wetterprognosen waren nicht wirklich besser für die nächsten Tage. So ging es weiter nach Seward. Dieser Ort liegt auf der Kenai Halbinsel, an der Südküste von Alaska, ca. 200 Kilometer von Anchorage entfernt. Seward hat 2717 Einwohner. Wir schauten uns ein wenig um, gingen essen und dann weiter zum Exit Glacier.

Er ist einer der sehr gut besuchten Gletscher und liegt in der Nähe des Besucherzentrums im einzigen Teil des Kenai Fjordes Nationalpark, der über die Straße erreichbar ist. Es gibt zwei Möglichkeiten ihm nahe zu kommen. Da ist zum Einen der Harding Icefield Trail. Sein 6 Kilometer langer Weg führt parallel zum Nordrand des Gletschers, hoch zum 1813 Quadratkilometer großen Harding Eisfeld, die Quelle von 38 Gletschern, darunter der Exit Gletscher. Die Wanderung hat knapp 1000 Höhenmeter und ist für körperlich fitte Wanderer sicherlich ein Erlebnis. Wir nahmen die leichtere Variante, welche ebenfalls am Besucherzentrum startet. Der Trail ist gut ausgeschildert und steigt nur wenig an, etwas weiter oben geht man über freiliegende Felsen und hat immer wieder einen tollen Anblick auf den Gletscher. Er ist ein Talgletscher und der Rückgang ist sehr anschaulich dargestellt.



Stellplatz 1: P&K Anglers Retreat * Kasilof

nach 189 Kilometer Koordinaten: 60.283022 -151.272797

Stellplatz 2: Mariner RV Park * Homer

nach 103 Kilometer

Koordinaten: 59.6329644 -151.495948

Stellplatz 3: Portage Lake

nach 356 Kilometer

Koordinaten: 60.78025 -148.84566




Für Donnerstag waren wir mit Frank und Nathalie, welche wir in Valdez kennengelernt haben, in Homer verabredet. Sie machen auch gerade eine Reise durch USA / Kanada und hatten bereits vor Monaten einen Campground in Homer gebucht. Ist nach dem was man liest auch notwendig. Es gibt allerdings auch einen RV Park ohne Möglichkeit der Reservierung, was dann bedeutet zeitig da sein. Vom Exit Glacier aus sind es ca. 300 Kilometer und wir fanden ein Zwischenübernachtung auf einem Campingplatz für Angler über Harvest Host, diese Info bekamen wir von Nathalie. Harvest Host ist ein Netzwerk (Mitgliedschaft/1 Jahr) aus Weingütern, Brauereien, Brennereien, Bauernhöfen und mehr, die Wohnmobilstellplätze zu Verfügung stellen, in der Regel für eine Nacht. Es stehen etwa 4700 Campmöglichkeiten zu Verfügung. Über eine Website bekommt man Informationen über den Standort, Fotos, Bewertungen und einen Buchungskalender zur Ansicht aus dem hervorgeht ob noch freie Plätze vorhanden sind. Dazu nahmen wir noch Boondockers, etwa 3400 Angebote in USA und Kanada, bei privaten Gastgebern, meist auch Wohmobilisten. Die Buchungsanfrage läuft wie bei Harvest Host, über die Website und Email. Total unkomplizierte und wir wir später ausprobierten, super nett.

Am nächsten Tag kamen wir dann in Homer gegen Mittag an und bekamen einen der letzten zwei Plätze auf dem RV Park.



Homer ist ein Ort an der Westküste der Kenai Halbinsel und hat in etwa 5520 Einwohner. Es ist der westlichste Küstenort der über das Straßensystem erreicht werden kann. Homer ist wegen der sehr großen Heilbutte, die dort gefangen werden, bekannt. Auf Sportfischer aus aller Welt hat Homer eine hohe Anziehungskraft. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt Homer Spit, eine Landzunge welche touristisch voll erschlossen ist. Homer hat auch eine Künstlerszene, die sich immer mehr erweitert.

Nathalie und Frank holten uns am RV Park mit ihrem RAM ab und wir machten einen kleinen Ausflug mit verschiedenen Stopps am Sterling Highway entlang, der direkt an der Küste entlang verläuft. Wir hielten an einer Recreation Area und konnten den Fischern zuschauen, besuchten eine russisch-orthodoxe Kirche aus dem Jahr 1901 und hatten einen tollen Blick auf Cook Inlet und die Vulkane an der Westseite der Bucht.


Danach ging es zurück auf Homer Spit und wir konnten bei Sonne, mit Blick auf ein Kreuzfahrtschiff von Hapag Lloyd Cruises, lecker Fisch essen. Danach lernten wir eine coole Bar kenne, Salty Dawg. Eines der ersten Hütten, welche 1897 nach der Stadtgründung gebaut wurde. 1949 stellte Chuck Abbott mit seinem Freund Gerald Gifford die Hütte auf Kufen und verlegte sie auf die Landzunge. 1957 eröffnete er es als Salty Dawg Saloon. Die Bar hat Tausende von Dollarscheine, die von Gästen mit ihrem Namen unterschrieben und an die Wand gepinnt werden. Das wurde vor vielen Jahren begonnen, als ein Besucher einen Dollar an die Wand heftete und erklärte, dass sein Freund später vorbeikommt und der Dollar dafür gedacht ist, dem Freund ein Getränk zu spendieren.



Letztendlich kamen wir noch dazu, als eine Gruppe von Fischern mit ihrem Fang in den Hafen zurückkamen. Dieser wurde ausgeladen und für ein Bild angerichtet. Die Fische werden fangfrisch noch vor Ort verarbeitet, tiefgefroren und den Fischern nach Hause geschickt. Der Fisch oben in der Mitte hat, nachdem er bereits in der Angelkiste lag, noch versucht einen andern Fisch zu verspeisen. Dieser lies sich auch nicht aus seinem Maul ziehen. Wir hatten einen so schönen Tag zusammen der bei Kaffee und Kekse im Bruno endete.



Am nächsten Tag fuhren wir die Küste wieder hoch nach Hope. Dieses historische Dorf ist umgeben von Bergen und Panoramablick auf den Turnagain Arm. Hope besteht aus Blockhütten und Relikten aus der Zeit des Goldrausches. Herzstück ist die Main und A Street. Dort trafen wir auf emmaontour.eu, Michi und Andy. War schön mit ihnen ein wenig zu plaudern und zu hören was sie schon alles erlebt haben. Danach ging es weiter, bzw. zurück zum Portage Glacier in der Hoffnung den Trail am nächsten Tag machen zu können.



Stellplatz am North Fork Eagle River Trail

nach 124 Kilometer



Stellplatz bei Garry und Stacy in der Nähe von Houston nach 96 Kilometer


Stellplatz hinter dem Highway 3

nach 140 Kilometer

Koordinaten: 62.54240 -150.23995














Und wieder hatten wir kein Glück mit dem Wetter und damit dem Plan den Trail am Portage Glacier zu machen. Es regnete ohne Pause und so machten wir nur einen kleinen Spaziergang zum Visitor Center am Portage Lake, dieses wurde auf der Endmoräne errichtet, die 1914 vom Portage Gletscher hinterlassen wurde. Das Besucherzentrum informiert über den Chugach National Forest, den nördlichsten Nationalwald Amerikas. Am Sonntag machten wir uns dann auf nach Anchorage für einen Versorgungstag (Wäsche waschen, Wasser entsorgen und auffüllen, Lebensmittel einkaufen und Diesel tanken). Am Montag, den 17. Juli fuhren wir zu unserer ersten Boondocker Unterkunft, in die Nähe von Houston Richtung Denali Nationalpark. Wir wurden von Garry und Stacy wirklich herzlich aufgenommen, hatten einen schönen Stellplatz und dann noch am nächsten Tag eine Einladung in ihr Haus mit einem Gastgeschenk, selbstgeangelter Lachs. Wir blieben drei Tage und es war eine wirklich schöne Erfahrung mit tollen Gesprächen und einigen Informationen. Wir konnten die Tage gut nutzen für Reiseplanung und Orga ToDo‘s. So langsam lies auch der Regen nach und wir verabschiedeten uns am Donnerstag um weiter Richtung Nationalpark zu fahren.



Unser Stellplatz hinter dem Highway 3 war groß und ruhig. Gegen Nachmittag hörte ich einen Hubschrauber recht laut und nah und Mani meinte der landet vor uns. 🤪🤪🤪 Sag ich nicht mehr, denn er landete wirklich auf unserem Platz.

Von hier aus fuhren wir zum Denali South View und machten auf dem gegenüberliegenden Berg eine kleine Wanderung mit einem fantastischen Ausblick auf den Denali. Er ist schon sehr beeindruckend. Der Denali, von 1917 bis 2015 Mount McKinley, ist mit 6190 Metern der höchste Berg in Nordamerika. Er gehört zu den Seven Summits, den jeweils höchsten Bergen der sieben Kontinente. Denali ist der traditionelle Name des Berges, ein Wort aus der Sprache eines nordamerikanischen Indianerstammes, das bedeutet „der Große“ oder „der Hohe“. In den 1880/1890er Jahren versuchte ein Goldgräber den Namen Mount McKinley zu etablieren, nach dem damaligen Präsidentschaftskandidaten William McKinley, der dann auch zum 25. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Amtlich wurde dieser Name 1917, im Gesetz zur Gründung des Mount McKinley Nationalparks. Aus Respekt vor den Traditionen der indianischen Ureinwohner beschloss die Geografie Behörde des Staates Alaska 1975 die Rückbenennung in Denali. 1980 wurde der Nationalpark in Denali Nationalpark umbenannt. Der Berg selbst wurde 2015 auf Anweisung der Innenministerin in Abstimmung mit dem Präsidenten Barack Obama in „Denali“ umbenannt. Wir hatten das große Glück ihn wolkenlos zu sehen.



…geht vom gegenüberliegenden Denali South View, oberhalb des Campground‘s los. Parken kann man auf einem Tagesparkplatz für 5 US Dollar, aber auch für 20 US Dollar übernachten.






Stellplatz am East Fork Campground (nicht mehr im Betrieb)

nach 97 Kilometer

Koordinaten: 63.15044 -149.41043


Denali Nationalpark Riley Creek Campground

nach 86 Kilometer


Stellplatz auf dem Denali Highway

nach 156 Kilometer

Koordinaten: 63.2075818 -147.6532855


Stellplatz am Richardson Highway 4 Richtung Delta Junction

nach 224 Kilometer

Koordinaten: 63.6481102 -145.8943672


Nach zwei Tagen Reisepause ging es am Montag, den 24. Juli in den Denali Nationalpark. An der Busstation, nahe dem Eingang, konnten wir für den Campground einchecken, wobei man sich seinen Platz auf dem gebuchten Campground selbst aussuchen kann. Zeitig da zu sein hatte sich gelohnt. Wie schon in Kanada, kauften wir für die USA auch einen Nationalparkpass. Wenn man mehreren Nationalparks besuchen möchte ist der Pass auf alle Fälle eine gute Wahl.

Vom Campingplatz aus geht ein kleiner Weg durch den Wald direkt zum Visitior Center, den wir am Ankunftstag besucht haben. Das Zentrum wurde 2005 erbaut und bietet die Möglichkeit mehr über den Nationalpark zu erfahren. Es gibt Parkranger die den Besuchern viel erzählen und kleine Führungen anbieten. Man kann durch den Ausstellungsbereich laufen und sich einen Film ansehen. Die meisten Wanderwege gehen vom Visitor Center aus und man kann dort auf einem Tagesparkplatz parken, wenn man keinen Campingplatz möchte oder dieser bereits ausgebucht ist.



… der McKinley Station Trail,

ein leichter Spaziergang.

Gut für den Ankunftstag mit 5 km/136 hm.









Der Denali Nationalpark und das angrenzende Naturschutzgebiet umfasst ca. 24.500 Quadratkilometer. Die Landschaft vom Denali ist eine Mischung aus Wald in den niedrigsten Lagen, Tundra in mittleren Lagen und Gletscher, Schnee und Gestein in höheren Lagen. Der Park hat eine erschlossene Straße, die 148 Kilometer langen Denali Park Road, die am George Parks Highway beginnt und sich nach Westen fortsetzt. Das Denali Bus Depot ist der Standort für eine Busfahrt in den Park oder einen Shuttle zu den hinteren Campgrounds. Nur ein kleiner Teil der Straße ist asphaltiert, da Permafrost und der Frost - Tau - Wechsel hohe Kosten für die Instandhaltung einer asphaltierten Straße verursachen würde. Die ersten 24 Kilometer können mit privaten Fahrzeugen befahren werden, danach ist sie für den öffentlich Verkehr gesperrt. Zur Zeit können auch die 148 Kilometer mit den Denali Bussen nicht gefahren werden, da ein Erdrutsch am Polychrome Pass die Weiterfahrt ab Kilometer 73 unmöglich macht. Man geht von einer Schließung bis ca. 2025 aus, bis zur Fertigstellung einer Brücke über den Erdrutsch. Wir haben uns für die East Fork Linie entschieden mit einem Busfahrer der ein bisschen erzählt und bei der Sichtung von Tieren auch anhält. Die Tour hat 4,5 Sunden gedauert und wir haben einen Elch, ein Karibu und Schneehühner mit ihren Jungen, neben der schönen Landschaft gesehen.



Am nächsten Tag im Denali Nationalpark gingen wir den „Taiga Loop mit Horseshoe Lake“.

Ein wirklich schöner Trail den wir etwas erweitert haben. Zum Abschluss gönnten wir uns ein Essen im (einzigsten) Restaurant am Visitor Center.









Nach den drei schönen Tagen im Denali Nationalpark fuhren wir kurz hoch nach Healy, ca. 18 Kilometer, um ein paar Lebensmittel einzukaufen. Im Denali gibt es hierfür kein Angebot. Dann ging es Richtung Süden bis Cantwell, wo sich die Abbiegung zum Denali Highway befindet. Die Alaska Route 8 hat eine Länge von 218 Kilometer bis nach Paxson, wo sie am Richardson Highway endet (oder beginnt, je nachdem wie herum man sie fährt). Zum Zeitpunkt des Baus 1956 war sie die einzige Straße zum Denali Nationalpatk. Die Straße führt weitgehend durch unberührte, menschenleere und von Gletschern geformte Landschaften. Die letzten 34 Kilometer bis nach Paxson sind asphaltiert, der Rest besteht aus Schotter. Die Straße windet sich durch die Berge, überquert Flüsse und den McLaren Summit. Den zweit höchstgelegenen Pass in Alaska mit 1245 Meter.



So, die letzten Tage sind etwas crazy 😜 , man wacht morgens auf und überlegt kurz 🤔 bin ich gerade in USA oder Kanada. Mir waren ehrlich gesagt die Grenzen bis zur Planung dieser Reise nicht so wirklich bewusst.




Nach sehr langen Überlegungen haben wir beschlossen für den 1. August einen Gletscherflug zu buchen. Das Wetter war gut und wir bekamen für 8 Uhr morgens zwei Plätze. Nach einem kurzen Check (Gewicht und Sicherheit) ging es los. Wir flogen mit einem Paar aus Manitoba in einem Skiflugzeug über die St. Elias Mountains und landeten auf dem Eisfeld direkt gegenüber vom Mt. Logan. Hier bekamen wir die Gelegenheit raus in den Schnee auf das Eisfeld zu gehen. Man steht mit sehr viel Achtung und Respekt in dieser Natur. Der Mount Logan ist mit 5959 Metern der höchste Berg in Kanada und nach dem Denali der zweithöchste Gipfel in Nordamerika. Was für ein Erlebnis.



Am nächsten Mittag ging es weiter, diesmal von Kanada nach USA. Die Einreise war sehr nett, wir wurden gefragt ob wir kanadische Lebensmittel wie Fleisch und Gemüse dabei haben. Nachdem unsere Lebensmittel noch alle aus der USA stammten, war es kein Problem. Die Fahrt ging über den Haines Highway, eine landschaftlich schöne Strecke die Haines Junction in Kanada mit Haines in Alaska verbindet. Sie ist ca. 240 Kilometer lang, davon verlaufen etwa 170 Kilometer in Kanada und etwa 70 Kilometer in USA. Unseren letzten Stellplatz fanden wir am Chilkoot Lake auf einer Recreation Area, etwa 8 Kilometer vor dem Fährterminal. Dieser Platz liegt sehr schön, hat 32 Stellplätze, Picknickplätze und Bootsanleger. Es gab einige Lachsfischer zu sehen die ihren Fang verarbeiteten. Wenige Meter davor gibt es eine Stelle an der sich die Bären ihren Lachs aus dem Wasser angeln. Daher wird die Straße entlang des Flusses auch die „Bärenautobahn“ genannt. Gesehen haben wir nur die Spuren (Hinterlassenschaften und halb aufgefressene Lachse), aber keinen Bär.


Am Donnerstag, den 3. August ging es dann per Fähre von Haines nach Skagway. Eine Autofähre die von der Seite aus beladen wird, hatten wir so auch noch nicht. Die Überfahrt erinnert an einen norwegischen Fjord und als wir in Skagway ankamen lagen dort auch drei große Kreuzfahrtschiffe. Somit war das kleine Skagway, das an der beliebten Kreuzfahrtroute durch die Inside Passage liegt, stark ausgelastet. Hat das kleine Städtchen gerade mal 1240 Einwohner, welche sich in der Sommersaison verdoppelt um die mehr als eine Millionen Besucher im Jahr zu bewältigen, waren es bei unserer Ankunft gefühlt zu viele Menschen.

Nach verlassen der Fähre ging es in einer wunderschönen Landschaft über den Klondike Highway Richtung Grenze nach Kanada. Unterwegs sahen wir die White Pass and Yukon Railway, eine Eisenbahngesellschaft die in Alaska, British Columbia und Yukon ist. Diese drei Gesellschaften verwalten den Streckenabschnitt in ihrem Bundesgebiet. Die Strecke geht von Skagway nach Whithorse, teilweise an den Bergen entlang was wir gesehen haben. Sicherlich eine sehr schöne Eisenbahnstrecke in alten Waggons.


Goodbye Alaska

Du hast uns mit deiner Natur und deinen freundlichen Menschen sehr beeindruckt ❤️




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