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  • AutorenbildMoni & Manfred

Festland Mexiko Teil 1

Aktualisiert: 29. Jan.

23.11.2023 bis 07.01.2024


Die Regionen von Mexiko mit ihren Besonderheiten




23.11.23

Nach dieser furchtbaren Nacht auf der Fähre von der Baja California nach Matzatlán fuhren wir den nächsten Campingplatz am Meer an. Theoretisch lag er neben dem Fährhafen, aber leider gab es keinen direkten Weg. Also einmal großen Bogen fahren und wir bekamen tatsächlich die letzten beiden Plätze. Glück gehabt! Der Platz liegt direkt am Strand, so dass wir uns im Meer erfrischen konnten.


RV Park Tres Amigo


23.18703 -106.40310


Fahrstrecke: 46 km









24.11.23 bis 26.11.23


Paraiso Miramar Hotel & RV Park


21.44006 -105.19128


Fahrstrecke: 310 km







Am Freitag hieß es Strecke machen. Wir entschieden uns für die mautpflichtige Autobahn. Diese sind nicht unbedingt in einem guten Zustand, aber sie verlaufen relativ gerade und sind meist breit genug gebaut. Immer wieder gibt es Mautstellen an denen wir zur Zahlung aufgefordert werden. Wir zahlen in bar und meist wird die Gebühr für ein Auto abkassiert. Manchmal gab es eine Diskussion, jedoch konnten wir mit dem Beleg der vorherigen Mautstation punkten und der Tatsache dass wir Wohnmobil sind. Mal sehen wie lange das funktioniert. Etwa 10 km südlich von San Blas lag unser Campingplatz an dem wir ein paar Tage blieben. Es war eine Anlage bestehend aus Apartments und Plätzen zum Campen in einem wunderschön angelegtem Garten. Es gab drei kleine Pools in denen man liegen und auf das Meer schauen konnte. Die Sonnenuntergänge waren magisch. Am Strand entlang liefen wir in wenigen Minuten zu dem kleinen Ort Santa Cruz de Miramar, wo es verschiedene mexikanische Restaurants direkt am Strand gab.




27.22.23 bis 29.11.23


Destiladora Pintual in Tequila


20.86990 -103.82726


Fahrstrecke: 204 km








30.11.23 bis 01.12.23


Parque La Primavera 1

Campamento El Pedernal

20.71062 -103.57092

Fahrstrecke: 43 km


Bugamville RV Park 2

20.94513 -101.25873

Fahrstrecke: 308 km


Von Tequila aus ging es über den Campingplatz El Pedernal nach Guanajuato. Der Campingplatz im Parque La Primavera liegt in einem Nadelwald am Río Augua Caiente. Vom Platz aus sind es ca. 3 Kilometer bis zu der Stelle an der man auf den heißen Fluss trifft, indem man auch Baden kann. Wir besuchten ihn nicht und entschieden uns statt dessen für einen Spaziergang durch den Wald. Am nächsten Tag ging es bis zum Stellplatz kurz nach Guanajuato, von dem aus man mit Bus oder Uber sehr bequem in die Stadt fahren kann.




02.12.23 bis 03.12.23


Guanajuato, eine wunderschöne Stadt, die zu Recht auf der UNESCO Welterbeliste steht. Auf den steilen Hängen stehen leuchtend bunte Häuser und die Plätze haben alte große Bäume. In den kopfsteingepflasterten Straßen ließ es sich so schön durch die Gassen bummeln. Die Hauptstraßen der Stadt winden sich um die Berge herum und verschwinden in lange, dunklen Tunneln, die früher Flüsse waren. Die Stadt mit ihren 20.000 Studenten ist so farbenfroh und lebendig, es hat uns sehr gut gefallen. Mit Uber, welchen wir über die App problemlos bestellen und bezahlen konnten, ging es vom Campingplatz aus direkt in die Mitte der Stadt.



Gestartet haben wir mit dem Mercado Hidalgo, ein stimmungsvoller und lebhafter Markt in einer Halle. Sie ist voll mit Touristenschnickschnack, Kunsthandwerk, frischem Obst, Gemüse, Fleisch und Essensständen. Weiter ging es zu Callejón del Beso, der Gasse des Kusses. Die schmalste Gasse über der sich die Balkone der Häuser fast berührten. Sehr viele Menschen warteten darauf ein Bild zu machen, wir liefen einmal außen herum und schauten von oben in die Gasse hinein.



In der Kirche welche wir besuchten fanden gerade viele Taufen statt, entsprechend war sie auch besucht. Es war ein Kommen und Gehen im hinteren Teil während vorne viele Kinder in ihren hübschen Kleidern getauft wurden. Am Theater (Teatro Juárez) vorbei, das leider nicht für eine Besichtigung offen stand gingen wir zur Seilbahn (Funicular).



Die Standseilbahn zuckelt den Hang hinter dem Theater hoch zum El-Pípila-Denkmal. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf Guanajuato  und das umliegende Tal. Zu dieser Zeit fand in der ganzen Stadt ein Downhill Festival statt, da wurden Rampen zwischen Häusern die Gassen hinunter gebaut, deutsche Sicherheitsingenieure hätten ihren Spaß. 😉




04.12.2023 bis 16.12.2023


Werkstatt

Euro Latino Racing Services

20.89899 -100.68043

Fahrstrecke: 75 km





Nach einem entspannten Sonntag ging es am Montag nach San Miguel de Allende. Kurz nach der Stadt gibt es eine Werkstatt, die einem Deutschen gehört. Wir wollen dort unseren Ölwechsel organisieren und für Dori mussten Steffen und Julia auch in die Werkstatt. Man sollte etwas Zeit einplanen für den Werkstattbesuch, auch wenn man meint es dauert nicht lange. 😉 Wir nutzten die Zeit für Routenplanung, Homepage schreiben, schöne Telefonate nach Hause und für die ersten Weihnachtsplätzchen. Außerdem lernten wir San Miguel de Allende mit seiner Umgebung kennen.



Mit Uber ging es in die Stadt. Zuerst gaben wir die Wäsche ab, das funktionierte bisher wirklich super. San Miguel de Allende mit seinen kopfsteingepflasterten Straßen ist eines der schönsten Städte in Mexiko. Sie hat mit ihrer weihnachtlichen Dekoration auf alle Fälle viel Charme. Vor der Kirche stand ein großer geschmückter Tannenbaum, den wir für unsere Weihnachtskarten als Motiv nutzten.  Auch fanden wir (besser Julia 😁) ein sehr leckeres Fisch Tacco Restaurant, in dem wir über den Dächern von San Miguel de Allende zu Mittag gegessen haben.



Wir besuchten das La Esquina - Museo del Juguete Popular Mexicano. Die Museumsbesitzerin hat in über 50 Jahren Spielzeuge zusammengetragen und stellt diese jetzt aus. Es zeigt Spielzeug aus den verschiedenen Regionen Mexikos. Sie sind aus ganz unterschiedlichen Materialien gefertigt, mit viel Liebe zum Detail. Ein schöner Stadtbesuch.



Unsere nächste Herausforderung ist das Füllen des Wassertanks was zunehmend schwieriger wird. Einfach mal so irgendwo hin fahren, Schlauch rein, Wassertank voll ist jetzt nicht mehr. Das Wasser welches aus irgendwelchen Leitungen kommt hat keine Trinkqualität und ist zum Teil verunreinigt. So mussten wir uns eine Trinkwasserquelle suchen die allerdings nicht für 500 Liter Tanks gedacht ist. Die Locals holen sich an diesen Stationen in 20 Liter Ballons ihr Trinkwaser ab. Für Bruno und Dori war jetzt Kreativität gefragt. Die Ballons (welche wir im Supermarkt gekauft haben) wurden in der Station erstmal gespült, gefüllt und dann mit der Pumpanlage in die Tanks gebracht. Bei 20 Litern pro Wasserballon kann man sich in etwa vorstellen wie lange das gedauert hat. Aber wir waren glücklich wieder volle Wassertanks mit guter Qualität zu haben.



Am Sonntag machten wir einen Ausflug in den Jardín Botánico El Charco del Ingenio. Der 88 ha große botanische Garten ist ein Schutzgebiet für Tiere und Pflanzen. Sehr schön angelegt kann man an der Schlucht entlang laufen. Es gibt außerdem ein Gewächshaus mit mexikanischen Pflanzen, darunter verschiedene Arten von Kakteen. Sehr schön für einen Nachmittag. Auch hier sind wir problemlos mit Uber hin- und zurückgefahren.




17.12.2023 bis 21.12.2023


Gran Cañón EcoAlberto 1

20.4324643 -99.2317189

Fahrstrecke: 208 km


Grutas Tolantongo 2

20.6507563 -98.9978403

Fahrstrecke: 54 km



Auf dem Weg zu den Grutas Tolantongo legten wir eine Zwischenübernachtung im Gran Cañon Parque Eco Alberto ein. Ein schöner gepflegter Campingplatz mit der Möglichkeit ein bisschen Laufen zu gehen. Die Anfahrt am nächsten Morgen führte uns durch die weihnachtlich geschmückte Stadt Ixmiquilpan, wo es an manchen Stellen sehr eng wurde für unsere Fahrzeuge 😅.



Grutas Tolantongo, ein wunderschöner Ort der sehr touristisch erschlossen ist und ich denke auch gut ihn an Wochenenden zu meiden. Tolantongo ist ein Canyon, dessen Fluss in der Schlucht so genannt wird. Das Wasser ist angenehm warm und wird durch die Mineralsalze gefärbt, die es auf seinem Weg durch den Berg aufnimmt. Das Wasser kommt aus einer Reihe von Kanälen im Inneren des Berges. So ist die Temperatur in der Höhle wesentlich höher (Dampfsauna ähnlich), als in den Pools oder im Fluss. Das Wasser wird beim Verlassen der Grotten mit nicht erhitztem Wasser vermischt. Aber selbst unten im Fluss hat es noch eine angenehme Wärme.

Nach drei Nächten ging es wieder zurück zum Parque Eco Alberto.




22.12.2023 bis 25.12.2023


Pemex Tankstelle Calpulalpan 1

19.58808 -98.54656

Fahrstrecke: 163 km


Jardin Botanico Helia Bravo Hollis 2

18.32741 -97.45438

Fahrstrecke: 219 km





Am nächsten Tag ging es etwas später los, da unser nächster Übernachtungsplatz eine Tankstelle war. An diesem Ort wollten wir so spät wie möglich ankommen. Die Wäsche, welche wir am Tag vorher abgegeben haben konnten wir frisch gewaschen wieder abholen und nach dem Mittagessen suchten wir eine Möglichkeit um Trinkwasser zu tanken. Wir wurden fündig, allerdings sind sie nicht für so große Camper ausgelegt. Für die Toreinfahrt waren wir zu hoch. Es wurden Schläuche zusammen gebastelt und am Ende ging es doch irgendwie. Die Tanks waren voll 😃. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kamen wir an der Tankstelle an, die Dieseltanks wurden auch gefüllt und wir durften im hinteren Bereich für eine Nacht stehen.



Für die Weihnachtsfeiertage haben wir uns einen Kakteengarten ausgesucht, den „Helia Bravo Hollis“. Der botanische Garten verdankt seinen Namen einer Frau Dr. Helia Bravo Holis, die an der Fakultät 1927 als erste Biologin ihren Abschluss machte. In dem Garten gibt es Pfade mit Aussichtstürmen. Besonders auffällig sind die Säulenkakteen, die eine Höhe von mehr als 10 Metern erreichen und über 200 Jahre alt sind.

Wir verbrachten hier den Heiligen Abend und den ersten Weihnachtsfeiertag. Unser Weihnachtsmenü bestand aus Steak mit Ofenknoblauchkartoffeln und Salat, der Nachtisch war ein Mangotiramisu. Sehr lecker 😋. Zudem hatten wir Vollmond mit einem gigantischen Sternenhimmel.