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  • AutorenbildMoni & Manfred

Baja California

25.10.2023 bis 22.11.2023


Die Baja California ist die zweitlängste Halbinsel der Welt (sagt der Reiseführer) mit 4,6 Millionen Einwohner.


Die Halbinsel ist vom mexikanischen Festland durch den Golf von Kalifornien getrennt.


Sie hat eine Länge von 1247 Kilometern. Die breiteste Stelle beträgt 320 Kilometer, die schmalste Stelle 40 Kilometer.


Der nördliche Teil wird Baja California genannt, informell auch Baja California Norte. Mexicali ist die Hauptstadt.


Der südliche Teil ist Baja California Sur. Hier ist La Paz die Hauptstadt.



Die Baja California, schon so viel gelesen, schon so viel gehört. Wir sind sehr gespannt, ist es doch unser erstes Land mit kleinen Herausforderungen wie die Sprache aber auch wie kommen wir mit der Wärme klar. Und unsere erste Grenze an der wir nicht nur den Pass vorlegen können um einzureisen.


Spricht man mit Amerikanern, so ist die Empfehlung Mexiko zu bereisen sehr unterschiedlich, von einigen wird man „gewarnt“ während andere es wärmstens empfehlen.


Jetzt, am Ende der Reise über die Baja California können wir sagen, dass es leicht ist wunderschöne Plätze zum Übernachten zu finden oder auch sehr leckere Restaurants. Wir mögen die mexikanische Küche, besonders die Fischgerichte.


Die Menschen sind freundlich, jedoch zurückhaltend bis man sie anspricht. In den touristischen Gegenden wird neben spanisch auch englisch gesprochen.


Einreise


Die Einreise auf die Baja California ist kein Problem.

Von unserem letzten Harvest Host Stellplatz bekamen wir die wertvolle Information nicht die Hauptgrenze in Mexicali zu nehmen, sondern etwas weiter östlich einen kleineren Grenzübergang zu nutzen. Diesen erreichten wir indem wir von der Interstate 8 East die Abzweigung auf die 7 South nahmen.


Von der 7 kommend hält man sich rechts. Die linke Spur ist den Comercial Trucks vorbehalten.

Kurz vor der US Grenzstelle wird das Fahrzeug gescannt, bevor wir dann von den US Beamten angehalten wurden. Sie waren freundlich, interessiert und wollten Bruno von innen sehen. Danach ein paar Fragen, woher wir kommen, was unsere Pläne sind. Das war es im Prinzip auch schon. Einen Ausreisestempel bekamen wir nicht, der mexikanische Einreisestempel ist gleichzeitig der Nachweis für die USA  Ausreise.



Einspurig ging es weiter, bis wir von einem mexikanischen Beamten zum Parken angewiesen wurden. Mit Google Translater verständigten wir uns. Er fragte ob wir Waffen dabei hätten, Lebensmittel interessierten ihn nicht. Dann wollte er das Fahrzeug von innen prüfen, aber mehr als mit der Taschenlampe ins Bad zu leuchten war es nicht. Als er fertig war schickte er uns ins Büro für das Visa. Bruno konnten wir stehen lassen und die paar Schritte zu Fuß ins Gebäude A laufen.


Wir mussten nicht lange warten dann waren wir an der Reihe. Wir zeigten unsere Pässe und wurden gefragt wohin wir möchten. Hier geht es um die

Aufenthaltsdauer. Wir sagten der Beamtin, dass wir nicht nur auf der Baja California bleiben, sondern auch rüber gehen auf das Festland. Wichtig war auch, dass wir eine Adresse für die erste Nacht angeben konnten. Damit bekamen wir unsere Touristenkarte (Forma Migratoria Múltiple) für 180 Tage ausgefüllt. Den grünen Abschnitt bekamen wir zurück, für die Ausreise. 35,00 Euro pro Person waren die Kosten, die mit Karte bezahlt werden konnten.

Um die Ecke gibt es ein lang gezogenes Gebäude, in dem wir unseren TIP (Temporary Import Permit) ausgestellt bekamen. Dafür brauchten wir den Fahrzeugschein und die Pässe in Kopie. Der Beamte ging mit zum Fahrzeug um die Motornummer am Fahrzeug mit der im Fahrzeugschein abzugleichen. Als hier alles passte, gab er uns eine Liste, auf der wir ankreuzen mussten was davon wir im Fahrzeug haben. Dabei ging es vor allem um elektronische Artikel wie Radio, Computer, DVD, Air Condition, Werkzeuge, Waschmaschine, TV usw. Nachdem wir 52,00 Euro für den TIP bezahlt haben mussten wir noch Email Adresse und Telefonnummer angeben. Das Dokument war am Abend bereits im Postfach.


25. bis 27. Oktober 2023


Den ersten Stellplatz in México habe ich von USA aus über Harvest Host gebucht. Es war mir wichtig, für ein neues Land einen Ort zu haben an dem ich sicher eine erste Übernachtung habe.

Es war ein Platz an der 5, direkt neben der Straße, in einem abgezäunten Bereich. Den Pool konnte man gegen ein Entgelt nutzen. Der Besitzer hat ein Restaurant, in dem wir auch am Abend essen waren, ein mexikanischer Italiener.


Stellplatz 1

Chateau San Felipe México 5

21853 San Felipe B.C.

31.1856523 -114.9324350

229 km


Einkauf

San Felipe bei Calimax



Stellplatz 2

La Poma Camping. 29.9091353 -114.4592839

166 km


In San Felipe ging es in den ersten mexikanischen Supermarkt. Die Bezahlung erwies sich als schwierig, da die notwendige Internetverbindung für die Kartenzahlung nicht stabil war. Der Geldautomat gab auch erst nach dem zweiten Anlauf Bargeld. Zum Glück hatten wir noch US Dollars. Uns wurde hier nochmal klar, in México braucht man immer Bargeld.

Über die 5 an der Küste vom Golf von Kalifornien ging es weiter bis zum Campingplatz La Poma. Er hat ein kleines Restaurant dabei, neben jedem Stellplatz ein kleines Pavillion mit Tisch, Stühle und Grill. Wir konnten direkt am Meer stehen und es war perfekt zum Entspannen. Zwischendurch kam ein Händler vorbei und bot Kokos und Ananas Coladas an, ein cremiger süßer Cocktail.



28. und 29. Oktober 2023


Stellplatz 1

Mario‘s RV Park in

Guerrero Negro

27.98348 -114.01397

244 km


Stellplatz 2

Playa La Escondida

26.74420 -111.89654

309 km








Nach einem entspannten Tag am Strand fuhren wir weiter an die Westküste von der Baja. Die Landschaft wechselte sich ab mit Kakteenfeldern, flaches sandiges Land und Berglandschaften. Fährt man außerhalb von Dörfern schaut es friedlich und sauber aus. Immer wieder fahren Militärpritschenwägen mit bewaffneten Soldaten vorbei. Das fühlte sich Anfangs leicht befremdlich an, sind wir das doch nicht gewohnt. Kurz vor Guerrero Negro stoppte uns eine Sperrung für eine Fahrzeugdesinfektion. Was auch immer hier unter Fahrzeugdesinfektion verstanden wird. Im Straßenbelag war eine längliche Öffnung aus der Dampf entwich. Wir bezahlten 20 Pesos, bekamen eine Quittung und durften weiter zum Stellplatz fahren. Der Wohnmobilstellplatz war mit Strom, Wasser und Abwasser. Außerdem gab es ein Restaurant indem wir unser erstes mexikanisches Essen genießen konnten.

Am nächsten Tag ging es nach Guerrero Negro zum Einkaufen und Bargeld besorgen. Wir sind das gar nicht mehr gewohnt, dass vieles nur mit Bargeld geht. Einkaufen (in großen Supermärkten) und Tanken ist mit Karte kein Problem, aber Stellplätze, Restaurants, Eintrittsgelder, Straßengebühren ist fast nur mit Bargeld möglich. Für heute war eine größere Strecke geplant, zurück an die Ostküste. Dort gab es ein Wiedersehen mit Julia, Steffen und Jakob 😁.



30. Oktober bis 02. November 2023


Stellplatz

Rivera Del Mar RV Park and Camping

Loreto

26.01760 -111.34605

112 km















Weiter an der Ostküste ging es bis Loreto. Ein paar Straßen vom Wohnmobilpark entfernt war der Strand. Der Campingplatz war voll ausgestattet mit Strom, Wasser und Abwasser, so konnten wir Wäsche waschen und weitere anfallenden Arbeiten erledigen.


An einem Tag gingen wir in die Stadt, ein kleines nettes Örtchen zum Durchschlendern. Den Einkauf mussten wir zu Fuß erledigen, da hier die Parkplätze zu klein zum Parken für Dori und Bruno sind. War schon sehr anstrengend durch die Hitze die Sachen zu tragen.


Am Abend ging es in ein sehr leckeres originales Restaurant.



03. November bis 07. November 2023





Stellplatz

Puerta Agua Verde

25.52462 -111.07349

101 km


Nach mehreren Tagen in Loreto war es dann auch Zeit weiter zu reisen. Die Lage unseres nächsten Stellplatzes sah vielversprechend aus.


Wir passen uns dem Rhythmus der Mexikaner an und nehmen unsere Hauptzeit gegen Mittag ein. An der Küste entlang fanden wir ein sehr leckeres Restaurant mit frischem Fisch, leckeren Tortillas und weiteren Köstlichkeiten.


Nach etwa 60 Kilometer, ab Loreto, verlassen wir die 1 und ab da sind es noch etwa 40 Kilometer zu einem Strand der diese Anfahrt auf jedem Falle wert ist. Unterwegs kreuzte eine sehr große Spinne unseren Weg.

Am Strand standen wir mit zwei Zugängen zum Meer. Die Bahía Agua Verde lädt mit ihrem ruhigen Wasser zum Baden ein während gegenüber am offenen Meer der Wellengang etwas höher war. In der Bucht liegen außerdem Yachten, Segelschiffe und Boote von unterschiedlicher Größe. Es hat uns dort sehr gut gefallen.



08. November bis 10. November 2023


Stellplatz 1

Desert Stay

24.70805 -111.55912

172 km


Stellplatz 2

Campestre Maranatha

24.09778 -110.38737

164 km






Zurück auf der 1 ging es weiter Richtung Süden. La Paz ist die Stadt in der wir die nächsten Stopp‘s für die Weiterreise planten. Die Zeit auf der Baja ist begrenzt und wir brauchen eine Fähre für das Festland und einen Plan wie es dort weiter geht. Eine Zwischenübernachtung legten wir auf dem Weg dorthin ein, gefühlt mitten im Nichts. Am Abend fuhren zwei Mal Militärfahrzeuge vorbei, ansonsten war es sehr ruhig.



In La Paz entschieden wir uns für einen Campingplatz vor der Stadt. Der Platz war mit Wasser, Abwasser und Elektrizität ausgestattet, da war natürlich Wäsche waschen angesagt. Auch gab es einen Pool und eine wirklich gute Bäckerei mit sehr leckerem Kuchen.


Am nächsten Tag fuhren wir mit Uber, funktioniert über die App wie wir es von Europa kennen, in die Stadt. Unser Ziel das Fährbüro für die Buchung der Überfahrt. Die Damen waren sehr nett, sprechen allerdings nur spanisch.


Es gibt zwei Fährgesellschaften. Die TMC, welche nur LKW‘s und Camper mitnehmen und die B.C. Fähre die alles transportiert. TMC bietet übernachten im Camper an, während bei B.C. man eine Kabine buchen muss.


Wir entschieden uns für TMC, weil A) man im Bruno schlafen kann und B) die Überfahrt günstiger ist. Die Überfahrten werden Montag - Mittwoch - Freitag angeboten. Unsere Überfahrt buchten wir für Mittwoch, den 22. November, Abfahrt 17 Uhr. Man gibt Name des Fahrers, Anzahl der Passagiere, eine Telefonnummer und Länge des Fahrzeugs an. Die Daten werden in eine Excel Liste eingetragen.


Danach gingen wir sehr lecker in einem Taco Fisch Restaurant essen. Super lecker 😋. Ein kleiner Spaziergang führte uns an die Hafenpromenade. Dort sah man noch gekenterte Boote vom Hurrikan „Norma“, der im Oktober auf der Baja California Sur gewütet hat. Es wurden Notunterkünfte eingerichtet für Menschen die in gefährdeten Häusern leben.


Mit Uber fuhren wir zum Campingplatz zurück.



11. November bis 14. November 2023


Stellplatz 1

Todos Santos (nach der Stadt)

23.4152444 -110.2281039

92 km


Stellplatz 2

Playa Pública Migriño

23.0455281 -110.1040125

51 km










Nachdem alles für die weitere Route organisiert war ging es Richtung Todos Santos. Leider konnten wir nicht am Strand stehen und mussten davor in einer Sackgasse für die Nacht bleiben. Den Sonnenuntergang verpassten wir um wenige Minuten.



Am nächsten Morgen ging es dann zum Strandstellplatz und schon bei der Anfahrt meinte ich Wale gesehen zu haben. Dachte aber, kann nicht sein, wir sind zu bald für die Walsaison.


Als wir ankamen machten Mani und Steffen erstmal eine Ortsbegehung, weil der Platz zu dem wir wollten mit Wasser versperrt war. Nach der Begehung wurde die Luft aus den Reifen gelassen und los ging es. Kaum waren wir gestanden, zogen drei Buckelwale an uns vorbei. Soooo schön. Und es waren nicht die einzigen. Wir genossen den Platz mit seinen Sonnenuntergängen für die nächsten drei Tage. Für uns einer der schönsten Stellplätze auf der Baja California.



15. November bis 19. November 2023


Stellplatz 1

Tropic of Cancer Visitor Center

23.44774 -109.70393

111 km


Stellplatz 2

Rancho San Dionisio

23.55867 -109.86533

26 km











Irgendwann muss man vom schönsten Stellplatz sich lösen. Der Rückweg führte wieder durch Sand und Schlamm, aber mit dem abgesenkten Luftdruck in den Reifen war es kein Problem. Mit wieder aufgefülltem Reifendruck ging es nach Cabo San Lucas. Wenn man nicht, so wie wir, unbedingt ins Hard Rock Café möchte um sich dort einen Pin zu holen, braucht man diese Stadt nicht unbedingt. Sehr viele Touristen, bedingt durch die Kreuzfahrtschiffe die hier fest machen. Dadurch auch viele Souvenir Geschäfte oder Mexikaner welche Andenken oder Touren verkaufen wollen. Zu dem ganzen Trubel kam noch, dass das Hard Rock Café geschlossen hatte. Sehr schade. Muss der mexikanische Pin warten. Wir waren froh wieder raus zu kommen und fanden einen Stellplatz an einem Visitor Center. Dieser hatte bereits geschlossen, aber die leckere Eisdiele nebenan war noch geöffnet.   



Am nächsten Tag waren nur wenige Kilometer notwendig für unseren Stellplatz, diese gingen aber über eine einspurige staubige Piste, sehr schöne Anfahrt. Dann kamen wir gegen Mittag an einer wunderschönen Ranch an. Unser zweiter Lieblingsplatz auf der Baja California. Die Ranch wird geführt von Clarence und Isabel, ein amerikanisches/mexikanisches Paar welches viele Jahre gereist ist um dann, diesen wunderschönen Ort am Ende der Straße zu finden. In vier Jahren schufen sie ein kleines Paradies. Als wir ankamen wurden wir von Clarence und seinen Hunden begrüßt. Nachdem Bruno und Dori geparkt waren (etwas eng durch die Bäume) gab es eine Führung über das Grundstück. Es gibt Bananen, Orange, Zitronen, Avocados und einen Gemüsegarten aus dem wir ernten konnten. Die Ranch hat eine riesige Außenküche mit Picknicktischen, einen großen Garten zum Zelten und unser Highlight, einen Fluss mit glasklarem Wasser und Naturpools in denen man sich erfrischen konnte. So schön.



Etwa 5 Kilometer vor der Ranch gibt es eine kleine Community die für Gruppen kocht, vieles selbst anbaut und verarbeitet. Unser Gastgeber lieh uns sein Auto und fuhr mit uns dort hin. Wir durften eine Tortilla selbst formen und bekamen dann unser Mittagessen. Im Anschluss gab es eine Führung durch diese Ranch. Am Abend machte Clarence ein Lagerfeuer für uns.



20. November bis 22. November 2023


Stellplatz

Campestre Maranatha

24.09778 -110.38737

159 km













Wir blieben zwei Tage länger als wir ursprünglich dachten. Der Plan war,  noch zwei Tage am Strand zu stehen bevor es nach La Paz geht. Allerdings gefiel es uns zu gut, als dass wir den Strand vorzogen. Außerdem war ein Feiertag und damit sind die Strände sehr voll.

Dann ging es zurück nach La Paz um alles für die Verschiffung vorzubereiten, aber erstmal essen gehen 😁. Nach einem großen Einkauf ging es auf den uns schon bekannten Campingplatz. Dort musste erstmal wieder das Problem Dieselpartikelfilter per Fernwartung durch Markus gelöst werden. Wie schon zig Male vorher, hat es auch diesmal super gut geklappt. Wäsche waschen, nochmal dem Pool nutzen und die Papiere vorbereiten. Dann ging es am nächsten Morgen los.




Man hat zwei Fähranbieter. TMC, welche nur LKW‘s und Camper mitnimmt. Hier kann man im eigenen Fahrzeug schlafen und ist etwas günstiger im Preis.

Der zweite Fähranbieter ist die Baja California, sie nimmt alles mit. Schlafen während der Überfahrt ist nur in gebuchten Kabinen möglich und etwas teurer.


Wir entschieden uns für TMC, weil wir hier im Bruno bleiben konnten. Im Nachhinein ein Fehler. Es war eine furchtbar schlimme Nacht.

Das Schiff sollte um 17 Uhr in La Paz ablegen und uns wurde bei der Buchung empfohlen drei Stunden früher dort zu sein. Wir machten fünf Stunden daraus, frei nach dem Motto „besser zu früh, als zu spät“.


Im Hafen angekommen fuhren wir durch einen Scanner, danach wurden die Dokumente wie TIP und Reisepässe gecheckt und wir bekamen einen Platz für die Fahrzeugüberprüfung zugewiesen. Die Beamtin schaute hinein und wollte den Wert des Fahrzeuges wissen, warum? Keine Ahnung. Danach ging es weiter zur Station für das Messen und Wiegen. Die Gebühr dort muss man in Bar bezahlen. Wieder bekamen wir einen Platz zugewiesen um jetzt ins Büro von TMC zu gehen. Hier fand die Mitarbeiterin unter unserem Namen die Buchung. Die Reisepässe wurden gecheckt, wir legten den Zettel vom Wiegen und Messen vor und bekamen dann unsere Tickets. Der Name des Schiffes war San Jorge, die Nummer vom Pier wurde uns genannt und im Ticket ist Abendessen und Frühstück enthalten. Perfekt dachten wir. Zurück zu den Fahrzeugen, losfahren und den Pier suchen. Also Piernummern haben wir keine gesehen, aber das Schiff entdeckten wir. Da es keine Einweisung gab, parkten wir einfach mal davor. LKW‘s wurden gerade entladen, Trailer wurden beladen, neue LKW‘s kamen und fuhren. Irgendwie erkannten wir kein System dahinter. Dori durften dann auf die Fähre fahren, wir warteten noch zwei Stunden davor.


Kurz vor Ladeende waren dann wir an der Reihe, rückwärts die Laderampe hoch und auf der 4. Spur als vorletztes Fahrzeug rückwärts in eine so enge Lücke einparken das es zig Korrekturzüge gebraucht hatte um in der Spur zu stehen. Über die Beifahrerseite auszusteigen war nicht möglich. Der Spiegel musste eingeklappt werden, so eng war es. Über die Fahrerseite ging es auszusteigen und dann bahnten wir uns einen Weg zwischen den LKW‘s durch um nach oben zu kommen. Wir standen zwar auf dem Oberdeck, jedoch war dieses zur Hälfte überdacht und wir darunter. Abfahrt war dann um 18:30, 1,5 Stunden später. Die Nacht war furchtbar, wegen der unsagbaren Hitze die sich außerhalb und im Fahrzeug staute. Um uns herum zwei Kühllaster und ein LKW mit laufendem Motor. Wir hatten in der Wohnkabine 36 Grad und es ging keine Luft. Ohne Ventilator wäre ich mit Decke aufs Oberdeck gezogen. Da standen Bänke und ich hatte ernsthaft überlegt es zu tun. Aber es geht ja alles vorbei. Wir waren so froh als es Morgen wurde und wir nach oben an die frische Luft konnten. Um 10:00 legten wir in Matzatlán an. Die Sonne hatte morgens schon so viel Kraft. Wieder ein Stücken weiter im Süden.


Die Baja California ist eine schöne Einstimmung auf México. Jetzt freuen wir uns auf das Festland.



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